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Konzepte & Themen

Sektorregime und Rohstoffpolitiken

Kupfermine in Sambia

Die Umsetzung internationaler Standards guter Rohstoffpolitik

Die Rohstoffpolitik (auch als Sektorregime bezeichnet) stellt in vielen Ländern den Orientierungs- und Handlungsrahmen sowie die Steuerungsgrundlage für die nachhaltige Entwicklung des Sektors dar. Ein richtiges Zusammenspiel von Rohstoffpolitik und Gesetzgebung ermöglicht eine entwicklungsorientierte Nutzung von Bodenschätzen. Sektorstrategien müssen den länderspezifischen Herausforderungen genügen und dabei die Bedürfnisse und Kapazitäten von Zivilgesellschaft, lokalen Verwaltungsstrukturen und Zulieferern in Betracht ziehen.

Es ist wichtig, den Sektor, seine Defizite und Herausforderungen, aber auch die Kapazitäten der wichtigsten Akteure in einem ersten Schritt umfassend zu analysieren. Analyseverfahren müssen dabei so gestaltet sein, dass sie verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen eine Beteiligung ermöglichen. Auf diesem Weg wird es nichtstaatlichen Akteuren bereits im Vorfeld der Politikformulierung ermöglicht, Einfluss auf die grundsätzliche politische Ausrichtung des Rohstoffsektors im Land zu nehmen. Diese Vorgehensweise ist Teil einer wichtigen und notwendigen Demokratisierung des Rohstoffsektors.

Internationale Standards für die Formulierung von Sektorregimen im Rohstoffsektor gibt es bereits viele, zum Beispiel die Africa Mining Vision oder die Natural Resource Charta. Ihre Anwendung und Umsetzung bleibt eine Herausforderung. Das Sektorprogramm „Rohstoffe und Entwicklung“ unterstützt deswegen bestehende Initiativen in ihrer Umsetzung vor Ort. Das Sektorprogramm setzt sich dafür ein, Strategieprozesse partizipativ zu gestalten, um einen breiten gesellschaftlichen Konsens herbeizuführen, der die effektive und umfassende Umsetzung der Ergebnisse ermöglicht.


Lexikon der Entwicklungspolitik

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