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Rohstoffpotenzial

"Toolkit" zur Wirtschaftlichkeitsbewertung von Rohstoffprojekten


In vielen Ländern mit denen die deutsche Entwicklungszusammenarbeit im Rahmen von TZ-Projekten kooperiert, wird der Bergbausektor als Motor zur nachhaltigen Entwicklung der Wirtschaft angesehen. Für die Förderung und Steuerung dieses Sektors sind üblicherweise die Bergbaubehörden der Länder zuständig, denen jedoch häufig die nötigen Kapazitäten fehlen, um die wirtschaftlichen Voraussetzungen und Folgen der Entwicklung dieses Sektors einzuschätzen.

An diesem Punkt setzt das „Toolkit“ an, welches im Rahmen des Sektorprogramms Rohstoffe und Entwicklung entwickelt wurde. Es stellt zuständigen Bergbaubehörden ein Verfahren für die wirtschaftliche Einschätzung von mineralischen Rohstoffprojekten zu Verfügung, welches sowohl in einem frühen Entwicklungsstadium als auch in der Phase der Machbarkeitsprüfung von Rohstoffprojekten angewandt werden kann.

Im Frühstadium der Rohstoffentwicklung kann das „Toolkit“ eingesetzt werden, um bei Rohstoffpotentialanalysen, den entdeckten aber auch vermuteten Rohstoffvorkommen einen monetären Wert zuzuweisen. „Toolkit“ kann ebenfalls eingesetzt werden, um vor einer Ausschreibung eines Rohstoffprojektes den Wert dieses Projektes und die daraus anfallenden Steuereinnahmen abzuschätzen. Im Stadium der Machbarkeitsstudie eines Rohstoffprojektes kann das „Toolkit“ verwendet werden, um die Plausibilität der Wirtschaftlichkeitsanalyse zu prüfen.

In 2016 wurde das „Toolkit“ erfolgreich im Rahmen des BGR-Vorhabens „Mineralische Rohstoffe für Entwicklung“ in der Hauptverwaltung für Geologie von Tadschikistan (HVG) pilotiert. Nach zwei intensiven Schulungen mit der Arbeitsgruppe für Wirtschaftsgeologie der HVG in 2016, wenden die Projektpartner das Toolkit eigenständig und erfolgreich für die wirtschaftliche Neubewertung von bekannten Rohstoffvorkommen an.  

Lexikon der Entwicklungspolitik

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