22.5.2015BMZ veröffentlicht G7-Elmau-Fortschrittsbericht 2015: "Biodiversität – Lebenswichtig für nachhaltige Entwicklung"

 Regenwald in Brasilien

Regenwald in Brasilien

© Thomas Trutschel/photothek.net

Zum heutigen internationalen Tag der biologischen Vielfalt veröffentlicht die G7 ihren Elmau-Fortschrittsbericht 2015: "Biodiversität – Lebenswichtig für nachhaltige Entwicklung". Jedes Jahr berichtet die G7 im Vorfeld des Gipfels der Staats- und Regierungschefs über die Fortschritte bei der Erfüllung ihrer entwicklungspolitischen und entwicklungsbezogenen Zusagen.

Seit Jahren unterstützen Deutschland und die anderen Länder der G7 den Erhalt der biologischen Vielfalt weltweit mit erheblichen finanziellen Mitteln und zahlreichen konkreten Maßnahmen und Projekten. Gemeinsam zählen sie zu den größten Geldgebern für den internationalen Biodiversitätsschutz. 2007 in Heiligendamm und 2011 in Deauville hat die G7 vereinbart, ihre Anstrengungen zur Verminderung des Biodiversitätsverlustes zu intensivieren. Sie informiert mit ihrem Fortschrittsbericht nun transparent über den Stand dieser Bemühungen.

Die G7-Mitglieder haben international und in den eigenen Ländern wichtige Maßnahmen für den Erhalt der biologischen Vielfalt ergriffen und präsentieren in ihrem Bericht bewährte Praxisbeispiele. So wird beispielsweise die Bewirtschaftung von Naturschutzgebieten, die Einrichtung von ökologischen Korridoren sowie die Bekämpfung von Wilderei, illegaler Abholzung und von illegalem Handel mit Wildtieren unterstützt. Die G7 fördert die nachhaltige Nutzung von Naturressourcen und die Kontrolle invasiver gebietsfremder Arten.

Sie hat zudem damit begonnen, wichtige indirekte Ursachen des Rückgangs der biologischen Vielfalt zu bekämpfen, beispielsweise durch veränderte Anreize für das Kaufverhalten der Verbraucherinnen und Verbraucher oder die Bereitstellung von Wissen über die vielfältigen Werte des Naturkapitals, damit diese in Entscheidungen stärker berücksichtigt werden.

In ihrem aktuellen Fortschrittsbericht erkennt die G7 die Bedeutung von Biodiversität und Ökosystemleistungen für das menschliche Wohlergehen, eine nachhaltige Entwicklung und die Minderung von Armut an. Sie liefert Argumente, wie Fortschritte beim Biodiversitätsziel gleichzeitig helfen, andere Entwicklungsziele und G7-Zusagen in den Bereichen Ernährungssicherheit, Gesundheit und Klimawandel zu erfüllen.

Der Druck auf die natürlichen Lebensgrundlagen nimmt jedoch weiter zu. Die G7 ist sich klar darüber, dass diese Aufgabe bei Weitem noch nicht erledigt ist. Sie steht daher weiterhin zu ihrer Verpflichtung, entschlossen für den Erhalt der Biodiversität einzutreten.

Den Bericht finden Sie unter: www.bmz.de/g7biodivprogress