G7-CONNEX-Konferenz zu Vertragsverhandlungen im Rohstoffsektor

Kobalt, abgefüllt in Metalltonnen in den Mopani Copper Mines, Sambia

Kobalt, abgefüllt in Metalltonnen in den Mopani Copper Mines, Sambia

© Thomas Trutschel/photothek

Berlin - Wie kann man Entwicklungsländer bei der Vertragsgestaltung mit Investoren wirkungsvoll unterstützen, damit Rohstoffreichtum auch den Armen nützt? Unter der Überschrift "Defining Values for Negotiation Support" diskutierten am 9. und 10. März im Rahmen der G7-CONNEX-Initiative gut 100 Anbieter von Beratungsleistungen, Vertreter von Partnerländern, Unternehmen und NROs im Berliner Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, wie bessere Verträge im Rohstoffbereich ausgehandelt werden können und welche Mindeststandards für externe Beratung gelten sollten.  Zu den Teilnehmenden gehörten Fatima Acyl, Kommissarin der Afrikanischen Union für Handel und Industrie, Boubou Cissé, malischer Bergbauminister, und Ganzorig Temuulen, Vize-Bergbauminister der Mongolei.

Der Rohstoffsektor hat für viele Entwicklungsländer große Bedeutung: Für die Steuereinnahmen, für mehr Arbeitsplätze und den Bau von Infrastruktur, aber auch im Bereich Umwelt und Soziales. Dabei ist es von entscheidender Bedeutung, wie Verträge zwischen Ländern und Investoren gestaltet werden.

Die G7-CONNEX-Initiative wurde von den Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten 2014 auf dem Gipfel in Brüssel offiziell ins Leben gerufen. Sie zielt darauf ab, das Unterstützungsangebot für Entwicklungsländer bei konkreten Verhandlungen über komplexe kommerzielle Verträge insbesondere im Rohstoffsektor zu verbessern. Hierzu bedarf es insbesondere einer Ausweitung des Angebots über reine Rechtsberatung hinaus und der Fähigkeit, schnell auf Anfragen aus Partnerländern zu reagieren. Auf deutscher Seite wird der Prozess maßgeblich von Günter Nooke, Persönlicher Afrikabeauftragter der Bundeskanzlerin und Afrikabeauftragter des BMZ, gestaltet.