Impfungen ausweiten

Mutter und Kind nach Masern-Röteln-Impfung in Kambodscha

Mutter und Kind nach Masern-Röteln-Impfung in Kambodscha

© Gavi/Luc Forsyth

Ende der 1990er Jahre wurden in Afrika südlich der Sahara weniger als die Hälfte der Kinder geimpft; Impfraten stagnierten oder fielen. Um dieser Herausforderung zu begegnen, gründete sich im Jahr 2000 Gavi, die Impfallianz. Die erste von Gavi unterstützte Impfung war die DTP-3-Impfung, die Kinder vor Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten schützt.

Als Gavi gegründet wurde, lag die DTP3-Impfrate in den Partnerländern der Allianz nur bei 60 bis 65 Prozent; 2013 lag die Quote bei 76 Prozent.

Eine DTP3-Rate von 70 Prozent oder höher ist inzwischen eines der Kriterien, die Entwicklungsländer erfüllen müssen, um bei Gavi Unterstützung für weitere Impfungen zu beantragen​.

Neben dem Schutz gegen Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten, Hepatitis B und Haemophilus influenzae Typ b (Hib), unterstützt Gavi Partnerländer auch bei der Ausweitung des Impfschutzes gegen viele andere Krankheiten.

Wichtig ist der Schutz gegen Rotaviren und Lungenentzündung – zwei der häufigsten Todesursachen von Kindern unter fünf Jahren in Entwicklungsländern. Außerdem werden Frauen gegen humane Papillomviren (HPV) geimpft. Eine Infektion mit diesen Viren ist die häufigste Ursache für Gebärmutterhalskrebs. Diese Krankheit kostet jedes Jahr etwa 250.000 Frauen das Leben, die meisten davon in Entwicklungsländern.

Gavi unterstützt außerdem die Globale Initiative zur Ausrottung der Kinderlähmung (Global Polio Eradication Initiative, GPEI).

Mit den Mitteln, die bei der Geberkonferenz zugesagt wurden, können von 2016 bis 2020 weitere 300 Millionen Kinder geimpft werden. Dabei sollen auch Impfstoffe verwendet werden, die bisher noch nicht flächendeckend eingesetzt werden. Gavi schätzt, dass damit fünf bis sechs Millionen Leben gerettet werden können.

Gavi-Partnerländer, die bei der Fünffach-Impfung unterstützt werden (Stand: Juni 2014)

Gavi-Partnerländer, die bei der Fünffach-Impfung unterstützt werden (Stand: Juni 2014)

© Gavi

Gavi-Partnerländer, die bei Fünffach-Impfungen unterstützt werden (Stand: Juni 2014)