Gavi und der Kampf gegen Ebola

Ebola Behandlungs- und Isolationsstation in Sierra Leone

Ebola Behandlungs- und Isolationsstation in Sierra Leone

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Gavi kann die Beschaffung von Impfstoffen für die von Ebola betroffenen Länder finanzieren, sobald es einen sicheren, wirksamen und von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlenen Impfstoff zum Schutz vor Ebola-Erkrankungen gibt. Dafür hat der Gavi-Vorstand am 11. Dezember 2014 bis zu 300 Millionen US-Dollar bereitgestellt. Mit dem Impfstoff sollen vor allem Risikogruppen in den betroffenen Ländern geschützt werden. Darüber hinaus ist geplant, Impfstoffvorräte anzulegen, damit im Fall künftiger Ausbrüche schneller gehandelt werden kann.

Bis zu 100 Millionen US-Dollar sind zusätzlich eingeplant,

  • um die Einführung des Impfstoffes durch Fortbildungen des medizinischen Personals, soziale Mobilisierung, Kontrolle und  - wenn notwendig – Verbesserung der Kühlinfrastruktur zu unterstützen;
  • um den Aufbau der zusammengebrochenen Gesundheitssysteme zu fördern und die allgemeine Impfversorgung in den betroffenen Ländern wieder sicherzustellen.

Zur Finanzierung setzt Gavi auf eine Kombination bestehender und neuer Finanzierungsquellen. Hierzu wird mit verschiedenen Initiativen kooperiert, die bereits Mittel für die Bekämpfung von Ebola zugesagt haben.

Die Entscheidungen zu künftigen Ebola-Impfstoffen wurde nach intensiver Zusammenarbeit zwischen Gavi, den von Ebola betroffenen Ländern, der Afrikanischen Entwicklungsbank, der WHO, UNICEF, den US Centers for Disease Control and Prevention, der Weltbank, Impfstoffherstellern, Vertretern der Zivilgesellschaft und verschiedenen Gebern getroffen.