Ein Beitrag zur Erfüllung der MDGs 4 und 5

Die internationale Gemeinschaft hat sich zum Ziel gesetzt, die Millenniumsentwicklungsziele (MDGs) bis zum Jahr 2015 zu erreichen. Kurz vor Ablauf der Frist für die Erreichung der MDGs zeigt sich, dass große Fortschritte erzielt wurden, viele Herausforderungen aber bestehen bleiben.

Zu den Zielen, die voraussichtlich nicht erreicht werden, gehören die MDGs 4 und 5:

  • MDG 4 sah vor, die Sterblichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren bis 2015 um zwei Drittel zu reduzieren. Tatsächlich wurde die Kindersterblichkeit zwischen 1990 und 2013 weltweit halbiert: von 90 Sterbefällen je 1.000 Lebendgeburten auf 46 Sterbefälle. Trotzdem sind im Jahr 2013 an jedem Tag schätzungsweise 17.000 Kinder unter fünf Jahren an Krankheiten gestorben, die in den meisten Fällen vermeidbar oder leicht behandelbar gewesen wären.
  • MDG 5 strebte an, bis 2015 die Zahl der Frauen, die während einer Schwangerschaft oder bei einer Geburt sterben, um 75 Prozent zu senken und allen Frauen Zugang zu reproduktiven Gesundheitsdiensten zu ermöglichen. De facto ist die Müttersterblichkeit weltweit zwischen 1990 und 2014 um 45 Prozent gesunken. Auch bei der fachlichen Betreuung von Schwangeren und Geburten und im Bereich Familienplanung bestehen noch große Herausforderungen, denen in den kommenden Jahren begegnet werden muss.

Die Fakten sprechen für sich: Es gibt noch eine Menge zu tun. Deutschland will seine Anstrengungen über das Jahr 2015 hinaus verstärken. Unter deutscher Präsidentschaft senden die G7-Staaten mit der Wiederauffüllungskonferenz von Gavi ein wichtiges Signal, dass sie die bisher nicht erreichten Millenniumsentwicklungsziele auch im Rahmen der Post-2015-Agenda für nachhaltige Entwicklung weiter verfolgen und so schnell wie möglich erreichen wollen.