Frauen wirtschaftlich stärken

Rose Uyaka Ukunda, Unternehmerin in der Demokratischen Republik Kongo

Rose Uyaka Ukunda, Unternehmerin in der Demokratischen Republik Kongo

© African Development Bank

Die Gleichberechtigung der Geschlechter und die Durchsetzung der Frauenrechte sind entscheidende Faktoren für eine menschenrechtsbasierte, sozial gerechte und nachhaltige Entwicklung von Gesellschaften. Es gibt weltweit kein Land, in dem die vollständige Gleichberechtigung von Frauen erreicht ist – das führt zu gravierenden gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Nachteilen. Weltweit erledigen Frauen den deutlich größeren Teil der Arbeit – sie verdienen aber im Durchschnitt 17 Prozent weniger als Männer. Auch wenn die Lage von Frauen und Mädchen regional und von Land zu Land sehr unterschiedlich ist, bildet die Erweiterung ihrer wirtschaftlichen Möglichkeiten einen wichtigen Schlüssel zur Stärkung von Frauen.

Ergebnisse des G7-Gipfels in Elmau

Auf Initiative der deutschen Präsidentschaft haben die G7 in Elmau deshalb eine Initiative zur wirtschaftlichen Stärkung der Frauen beschlossen. In ihrem Fokus steht die berufliche Qualifizierung und unternehmerische Tätigkeit von Frauen:

  • Die Zahl der beruflich qualifizierten Frauen und Mädchen soll in Entwicklungsländern um ein Drittel bis 2030 erhöht werden. Dadurch werden ihre Chancen auf Beschäftigung und wirtschaftliche Teilhabe verbessert. Das BMZ unterstützt bereits jetzt seine Kooperationsländer dabei, ihre Berufsbildungs- und Arbeitsmarktpolitik so zu gestalten, dass sie die Teilhabe von Frauen an der Wirtschaft stärkt.
  • Mit der Unterstützung der Women‘s Empowerment Principles der UN unterstreichen die G7 die wichtige Rolle der Privatwirtschaft, ein gleichberechtigtes Umfeld zu schaffen. Diese Prinzipien wurden 2010 von UN Women und vom UN Global Compact ins Leben gerufen. Unternehmen können sie unterzeichnen und sich damit verpflichten, Frauen zu stärken. Mit dem in Elmau verabschiedeten Komuniqué ruft die G7 Unternehmen auf, diese Prinzipien in ihrer Arbeit zu berücksichtigen.

Fachkonferenz "Economic Empowerment of Women – Unlock the Potential"

Der Fokus dieser Konferenz, die am 9. und 10. November in Berlin stattfand, war auf die wirtschaftliche Stärkung von Frauen gerichtet, um Armut und Ungleichheit vorzubeugen und globales nachhaltiges Wirtschaftswachstum anzukurbeln. Aufbauend auf den Beschlüssen der G7 zur wirtschaftlichen Stärkung von Frauen in Elmau diskutierte die Konferenz Wege, Ideen und Ansätze, wie die wirtschaftliche Stärkung von Frauen weltweit am besten gefördert werden kann.

Unter den Themen "Rights, Skills, Finance and Business” wurde ein integrativer Fokus gesetzt, der die Notwendigkeit der Zusammenarbeit zwischen Regierungen, Zivilgesellschaft und dem privaten Sektor in den Vordergrund stellte, um die wirtschaftliche Stärkung von Frauen und die Verringerung der Geschlechterungerechtigkeit zu erreichen. Die Veranstaltung wurde vom BMZ und Women’s World Banking gemeinsam ausgerichtet.

"Gleiche Rechte, gleiche Pflichten, gleiche Chancen und gleiche Macht für Frauen und Männer" ist schon lange auch ein Grundsatz der deutschen Entwicklungspolitik. Die Bundesrepublik orientiert sich dabei an den internationalen Vereinbarungen für Frauenrechte.

(Es) muss stärker als bisher die Gleichstellung der Geschlechter gefordert und gefördert werden, deren Mangel in vielen Teilen der Welt nach wie vor starke Ungleichheit und Abhängigkeitsverhältnisse schafft und ein maßgeblicher Faktor für Armut ist.

aus der Zukunftscharta "EINEWELT – unsere Verantwortung"