Das Treffen mit afrikanischen Partnern in Elmau

Gruppenfoto der G7-Staats- und Regierungschefs zusammen mit den Outreach-Gästen

Gruppenfoto der G7-Staats- und Regierungschefs zusammen mit den Outreach-Gästen

© Presse- und Informationsamt der Bundesregierung/Guido Bergmann

Für das Gipfeltreffen in Elmau wurden die Staats- und Regierungschefs aus Äthiopien, Liberia, Nigeria, Senegal und Tunesien sowie die Vorsitzende der Kommission der Afrikanischen Union zu einem ausführlichen Dialog zu weltpolitischen Themen, Afrika und den entwicklungspolitischen G7-Initiativen ("Outreach") am zweiten Gipfeltag eingeladen. An dem Outreach nahmen ebenfalls Irak und Vertreterinnen und Vertreter internationaler Organisationen teil.

Die deutsche G7-Präsidentschaft hat mit diesem Outreach ein Signal für globale Partnerschaft gesetzt: Die G7-Staats- und Regierungschefs sprachen nicht "über", sondern "mit" Afrika zu weltpolitischen Themen Afrika und den entwicklungspolitischen Initiativen des Gipfels. Dadurch konnten die Perspektiven unserer Partner in die Gipfeldiskussion einfließen.

Die Ergebnisse von Elmau und ihre Bedeutung für Afrika

Viele der in Elmau beschlossenen G7-Initiativen betreffen den afrikanischen Kontinent ganz unmittelbar – hier nur einige Beispiele:

  • Im Bereich Klima: Zusammen mit der Afrikanischen Union sollen bis 2020 in Afrika zusätzliche 10 Gigawatt Erneuerbare Energien installiert werden; das entspricht etwa der Leistung von 10 großen Kohlekraftwerken!
  • Im Bereich Ernährungssicherung: Das neue Ziel der G7, 500 Millionen Menschen aus Hunger und Mangelernährung zu führen, ist für den afrikanischen Kontinent von hoher Bedeutung. Denn fast ein Viertel der Einwohner Afrikas sind weiterhin von Hunger betroffen.
  • Im Bereich Gesundheit: Die konkreten Maßnahmen zur Vermeidung von Krisen wie der Ebola-Krise, die verstärkte Forschung zu vernachlässigten Tropenkrankheiten und die Ausweitung von Impfprogrammen durch Gavi – davon profitieren die Menschen Afrikas unmittelbar.
  • Im Bereich Frauen: Armut und Ungleichheit sinken, wenn Frauen besser in die Wirtschaft eingebunden sind. Die aktuelle G7-Initiative zur wirtschaftlichen Stärkung von Frauen durch berufliche Bildung greift das Motto der Afrikanischen Union für 2015 als Jahr des wirtschaftlichen "Empowerment" von Frauen konkret auf.

Den Dialog mit afrikanischen Partnern auch künftig führen

Afrika wandelt sich rasant und ist heute ein sehr dynamischer Kontinent. Er hat große Potenziale, zugleich gibt es Risiken. Eine intensivere regionale Zusammenarbeit kann dazu beitragen, dass Afrika zunehmend mit einer Stimme spricht und zu einem immer wichtigeren Akteur der globalen Politik wird.

Die Industrieländer unterstützen im Rahmen der G7/G8 bereits seit Längerem die afrikanischen Staaten bei ihren Reformbestrebungen, um die Grundlagen für Frieden und Sicherheit, Wachstum sowie nachhaltige Entwicklung in Afrika zu stärken. Um die Belange des Kontinents weiter voranzutreiben, ernannten die Staats- und Regierungschefs Persönliche Afrikabeauftragte. Deutschlands Persönlicher Afrikabeauftragter der Bundeskanzlerin im BMZ ist Günter Nooke.

Um die Kontinuität des Dialogs mit Afrika sicherzustellen, wird das Afrikanische Partnerschaftsforum zur "Africa Global Partnership Platform" umgestaltet. Dabei geht es vor allem um verstärkte afrikanische Ownership und die aktive Einbeziehung von Schwellenländern; Deutschland ist hier aktuell Ko-Vorsitzender.