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Migration und Klima

Weltbank: Bis zu 140 Millionen Binnenmigranten durch Klimawandel bis 2050


Kinder in einem Flüchtlingslager in Somalia

20.03.2018 – Laut Weltbank könnten über 140 Millionen Menschen bis 2050 ihr Zuhause wegen den Folgen des Klimawandels verlieren und sie zur Flucht innerhalb ihrer Heimatländer zwingen. Dies ist das Ergebnis des Weltbankberichts zu Klimamigration, welcher am 19. März in Washington vorgestellt wurde. Die Experten betonen jedoch, dass eine solche humanitäre Krise durch weltweite Maßnahmen zu Klimaschutz und -anpassung abgewendet und die Zahl der Klima-Binnenmigranten so um bis zu 80 Prozent gesenkt werden könne.

Die Situation sei daher ernst zu nehmen, betont die Geschäftsführerin der Weltbank Kristalina Georgiewa: "Wir haben jetzt ein schmales Zeitfenster, uns auf diese neue Realität vorzubereiten, bevor die Folgen des Klimawandels sich verstärken." Städte in den betroffenen Ländern sollten sich daher schon jetzt auf einen starken Zuzug aus ländlichen Regionen vorbereiten. Betroffene bräuchten zudem Beratungsstellen und einen besseren Zugang zu Bildung.

Schleichende Klima- und Umweltveränderungen wie Sturmfluten, Missernten, Dürren und ein steigender Meeresspiegel bedrohen bereits heute die Existenzgrundlagen von Millionen Menschen in Afrika südlich der Sahara, Südasien und Lateinamerika.

Lexikon der Entwicklungspolitik

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