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COP24

Durch den Schutz von Mooren den Klimaschutz voranbringen

Feuchtgebiet in Bangladesch

12.12.2018 – Moore und andere Feuchtgebiete sind von großer Bedeutung für den globalen Klimaschutz. Um ihren Anteil zur Erreichung nationaler Klimabeiträge (Nationally Determined Contributions, NDCs) ging es bei einer Veranstaltung des BMZ am 7. Dezember im Rahmen der COP24 in Katowice. Unter dem Titel "Getting to the Point: The Relevance of Wetland Ecosystems for Increasing NDC Ambition" diskutierten die Teilnehmenden, wie einzelne Länder ihre NDCs in diesem Bereich verbessern können.

Frank Fass-Metz, Beauftragter des BMZ für Klimapolitik und Klimafinanzierung, erläuterte, dass etwa ein Viertel der Mittel für Anpassungsmaßnahmen im bilateralen BMZ-Portfolio im Wassersektor eingesetzt werden. Zudem betonte er, dass Feuchtgebiete für das Wohlergehen und den Lebensunterhalt von vielen Millionen Menschen von höchster Bedeutung sind. Um Wassersicherheit zusammen mit dem Klimaschutz zu fördern, unterstützt das BMZ die integrierte Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung, des Pariser Klimaabkommens sowie der Ramsar-Konvention zum Schutz bedeutender Feuchtgebiete.

Im Anschluss diskutierten Vertreter Ugandas, der NGOs Wetlands International und The Nature Conservancy sowie des Ramsar-Sekretariats über die Bedeutung wasserbezogener Ökosysteme als natürliche Kohlenstoffsenken. Sie speichern Kohlendioxid aus der Atmosphäre und wirken somit der Erderwärmung entgegen. Die Reduktion von Treibhausgasen durch die Nutzung solcher Ökosystemdienstleistungen wird auch "ökosystembasierte Minderung" genannt (englisch: ecosystem-based mitigation). Paul Mafabi vom ugandischen Ministerium für Wasser und Umwelt betonte, dass allein die Moore der Erde doppelt so viel Kohlenstoff wie die globalen Wälder speichern – trockengelegte und degradierte Moore sind hingegen für fünf Prozent der global ausgestoßenen Treibhausgase verantwortlich. Daher habe die Einbeziehung von Feuchtgebieten in nationale Klimabeiträge ein großes Potenzial für deren Ambitionssteigerung, nicht nur für Uganda, sondern für viele weitere Staaten.

Feuchtgebiete weisen zudem viele weitere Vorteile im Bereich der Anpassung an die negativen Auswirkungen des Klimawandels auf. Francisco Rilla vom Ramsar-Sekretariat betonte, dass gesunde Feuchtgebiete maßgeblich zu klimaresilienten Ökosystemen beitragen.

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Lexikon der Entwicklungspolitik

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