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G5-Geberkonferenz

Sahelländer erhalten mehr Unterstützung


Treffen der Arbeitsgruppe

Am 6. und 7. Dezember 2018 luden die G5 zu einer Geberkonferenz nach Nouakchott (Mauretanien) ein, um finanzielle Unterstützung für das Investitionsprogramm PIP (Programme d’investissments prioritaires) für die G5-Sahelzone einzuwerben. Die Partner der G5 kündigten einen Beitrag von 2 Milliarden Euro an neuen Mitteln an. Davon beteiligten sich die Mitglieder der Sahel-Allianz (Frankreich, Deutschland, Europäische Union, Weltbank, Afrikanische Entwicklungsbank, Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen, Italien, Spanien, Vereinigtes Königreich, Luxemburg, Niederlande, Dänemark) mit der Ankündigung eines konsolidierten Beitrags von fast 1,3 Milliarden Euro.

266 Millionen Euro wurden für das Sofortentwicklungsprogramm (Programme de Développement d’Urgence, PDU) verkündet. Es umfasst fünf Projekte zur Trinkwasserversorgung bzw. Wasserressourcenmanagement in den fragilen Konfliktzonen der G5. Es soll den G5 demonstrieren, dass das Geberbündnis Sahel-Allianz ihre Schwerpunkte (Stabilisierung der Grenzregionen) aufgreift, in der Lage ist, zügig zu agieren und somit einen Beitrag zum PIP zu leisten (bessere Koordination, Effizienz und Schnelligkeit). Als Zeichen der politischen Verantwortung der G5 haben die Staats- und Regierungschefs der G5, einen Eigenbeitrag von 13 Prozent des PIP-Betrags angekündigt. Dabei muss noch sichergestellt werden, die angekündigten Zusagen aller nachzuhalten.

Es ist als ein wichtiger Erfolg zu werten, dass der zivile Pfeiler stark ins Bewusstsein der G5 und der Geber gerückt ist (und nicht mehr allein die G5-Eingreiftruppe im Sinne des militärischen Pfeilers). So kommt man dem Nexus von Sicherheit, Stabilisierung/humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit einen Schritt näher. Durch die Konferenz wurde insbesondere die Koordinationsfunktion des Secrétariat Permanent der G5 weiter gestärkt.

Im Anschluß an die Konferenz fand noch ein sehr gut besuchtes und von Frankreich und Deutschland vorbereitetes Treffen zur Bedeutung der Dezentralisierung für die G5 statt. Hier führte Herr Meyer (RL 202/BMZ) als Leiter der Arbeitsgruppe Dezentralisierung und soziale Grunddienste der Sahel-Allianz mit einem ausführlichen Diskussionsbeitrag ein.

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Siehe auch

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Lexikon der Entwicklungspolitik

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