Regionale Entwicklungsbanken
Die regionalen Entwicklungsbanken sind nach dem Modell der Weltbank aufgebaut. Anders als bei der Weltbank liegt die Mehrheit der Kapitalanteile jedoch bei den regionalen Mitgliedsstaaten. Sie haben deshalb auch bessere Einflussmöglichkeiten. Die regionalen Entwicklungsbanken, ihre Sonderfonds und Spezialinstitute finanzieren nur Projekte und Programme in ihren jeweiligen regionalen Mitgliedsländern.
Ihr Hauptziel ist die Bekämpfung der Armut. Sie fördern eine nachhaltige wirtschaftliche und soziale Entwicklung in ihren Mitgliedsländern. Dazu stellen sie Kredite und Zuschüsse für Investitionen in den öffentlichen Sektor und für die Förderung des Privatsektors bereit. Auch Devisenbedarf, der bei Strukturreformen in Wirtschafts- und Sozialsektoren entsteht, finanzieren die regionalen Entwicklungsbanken. Neben verschiedenen Darlehen gewähren sie den Mitgliedsländern bei der Umsetzung ihrer Aufgaben auch technische Hilfe.
Die regionalen Banken nehmen Mittel auf dem Kapitalmarkt auf, die durch das Haftungskapital der Mitglieder garantiert sind. Außerdem stammen die Gelder aus den Reserven, die aus den Gewinnen gebildet werden, und aus dem Eigenkapital der Banken. Durch die Haftung der Mitgliedsländer erhalten die Banken Kredite zu niedrigen Marktzinsen, die sie mit geringem Aufschlag an ihre Mitglieder weiterreichen können.
Für die Zusammenarbeit der Bundesrepublik mit der Afrikanischen, Inter-Amerikanischen, Asiatischen und der Karibischen Entwicklungsbank ist das BMZ federführend. Für die Zusammenarbeit mit der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung ist das Bundesfinanzministerium zuständig.


