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Internationaler Währungsfonds
Der Internationale Währungsfonds (IWF, englisch International Monetary Fund, IMF) wurde im Juli 1944 auf der Währungs- und Finanzkonferenz der Gründungsmitglieder der Vereinten Nationen in Bretton Woods (USA) zusammen mit der Weltbank gegründet. Er ist seit 1947 eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen. Nach dem Zweiten Weltkrieg war er für die Einhaltung der Regeln im Bretton-Woods-System fester Wechselkurse verantwortlich. Seit 1973 sind die meisten Wechselkurse nicht mehr wie im Bretton-Woods-System an den US-Dollar gekoppelt.
Gegenwärtig gehören dem IWF 186 Länder an (Stand: Oktober 2009). Die Ziele des Gründungsabkommens bestimmen noch immer die Arbeit des IWF. Er will die internationale Zusammenarbeit in der Währungspolitik und stabile Wechselkurse fördern, das Wachstum des Welthandels erleichtern, das Ungleichgewicht in den Zahlungsbilanzen der Mitglieder reduzieren und Mitgliedern mit bestimmten finanziellen Schwierigkeiten durch Kredite helfen. Um einen Kredit zu erhalten, müssen die Empfängerländer finanz- und wirtschaftspolitische Auflagen erfüllen, zum Beispiel die Sanierung des Staatshaushalts. Je nach Problem des Mitglieds stellt der Währungsfonds verschiedene Kredite mit jeweils eigenen Konditionen bereit.
Sonderfazilitäten für Niedrigeinkommensländer
Neben den normalen Krediten des IWF, die allen Mitgliedern mit Zahlungsbilanzproblemen zustehen, hat der Fonds bestimmte Sonderfazilitäten für Niedrigeinkommensländer geschaffen. Diese Sondermittel kommen hauptsächlich den Entwicklungsländern zugute. Ein Beispiel ist die 1988 in Kraft getretene erweiterte Strukturanpassungsfazilität (ESAF), die sich an einkommensschwache Mitgliedsländer richtet, die schwerwiegenden Zahlungsbilanzprobleme haben und umfassende Strukturanpassungsprogramme durchführen. 1999 wurde die ESAF in die Armutsreduzierungs- und Wachstumsfazilität (Poverty Reduction and Growth Facility, PRGF) umgewandelt. Hauptziel ist nun die Armutsbekämpfung. Um diese Mittel zu erhalten, müssen die Länder eine Armutsbekämpfungsstrategie (PRSP) ausarbeiten. 2008 waren 78 Länder berechtigt, PRGF-Kredite in Anspruch zu nehmen.
Neben der PRGF bestanden weitere Ausleihfazilitäten für krisenbedingte Notsituationen. Im Jahr 2009 leitete der IWF eine grundlegende Reform seiner konzessionären Kreditinstrumente ein. Nach der Umsetzung der Reform werden eine Fazilität für mittelfristige Zahlungsbilanzschwierigkeiten, eine Fazilität für kurzfristige und vorsorgliche Hilfe, sowie eine zentrale Nothilfefazilität eingerichtet. Die angeknüpften Konditionalitäten werden zudem gelockert und Kredite (mindestens) bis Dezember 2011 zinsfrei oder äußerst gering verzinst (im Fall der zentralen Nothilfefazilität) vergeben.
Sonderziehungsrechte
Die Mittel des IWF stammen vorwiegend aus den Quoteneinzahlungen der Mitglieder, die je nach wirtschaftlicher und finanzieller Stärke des Landes variieren. Nach jahrelangen Diskussionen haben sich die Mitgliedsstaaten im Frühjahr 2008 auf eine Reform der Quotenanteile und der damit verbundenen Stimmrechte geeinigt. Kernelemente der Reform sind eine neue Quotenformel, eine auf der neuen Formel basierende Runde von Quotenerhöhungen, eine Verdreifachung der Basisstimmen zur Erhöhung der Stimmrechte von Niedrigeinkommensländern und bessere personelle Ausstattung der Büros der beiden afrikanischen Vertretungen.
Insgesamt lag das Kapital des Internationalen Währungsfonds Ende August 2009 bei 217,4 Milliarden Sonderziehungsrechten (SZR), das entspricht rund 325 Milliarden US-Dollar. Die Rechnungseinheit SZR wurde 1969 eingeführt, um den Dollar als Weltwährung zu entlasten. Der Wert eines SZR wird täglich aus den Währungen der fünf wichtigsten Mitglieder ermittelt: aus dem US-Dollar (USA), dem Yen (Japan), dem Pfund Sterling (Großbritannien) und seit 1999 dem Euro (Frankreich und Deutschland). Die deutsche Quoteneinzahlung beträgt etwa 13 Milliarden SZR, rund sechs Prozent der Gesamtquoten.
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Externer Link
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Internationaler Währungsfonds (IWF)
International Monetary Fund (IMF)
700 19th Street, N.W.,
Washington, DC 20431
USA
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Fax: 001 / 202 / 6 23 46 61





