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Akteure

Die Gruppe der Acht – G8

Erstmals trafen sich im Jahre 1975 die Staats- und Regierungschefs von Deutschland, Frankreich, Groß­britannien, Italien, Japan und USA, um die Entwick­lungen der Welt­wirt­schaft zu diskutieren. Nach den Beitritten von Kanada (1976) und Russland (1998) besteht die Gruppe heute aus acht führenden Industrie­nationen, außerdem ist die Europäische Kommission vertreten. Die Länder der G8 erwirtschaften über 50 Prozent des weltweiten Bruttonationaleinkommens, bestreiten knapp die Hälfte des Welthandels, gehören zu den größten Beitragszahlern in inter­nationalen Organisationen und stellen zwei Drittel der weltweiten Mittel für Entwicklungszusammenarbeit bereit.

Freiheit und Demokratie, Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit, Marktwirtschaft und Freihandel – das sind die Grundwerte der G8. Auf den jährlich stattfindenden G8-Gipfeln werden auf dieser Basis globale Themen aus den Bereichen Wirtschafts-, Außen- und Sicherheitspolitik, sowie seit den 90er-Jahren zunehmend auch entwicklungspolitische Themen diskutiert.

Die G8 sind ein informelles Forum der Staats- und Regierungschefs. Sie sind keine internationale Organisation mit eigenen Strukturen und besitzen weder einen eigenen Verwaltungsapparat noch eine permanente Vertretung ihrer Mitglieder.

Die Organisation und die thematische Ausrichtung der G8-Gipfel liegen traditionell in den Händen der jeweiligen Präsidentschaft.

Die Entscheidungsfindung innerhalb der G8 findet im Konsens statt. Auch wenn die gemeinsam erarbeiteten Beschlüsse und Selbstverpflichtungen keine rechtliche Bindung haben, ist ihre weltweite Wirkung nicht zu unterschätzen. Umgesetzt werden sie über bilaterale Maßnahmen der G8-Staaten und über deren großen Einfluss in vielen multilateralen Organisationen.

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