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Informations- und Bildungs­arbeit

Kooperation mit Ländern und Kommunen in der Bildungsarbeit

Im Rahmen der Abschiedsfeier präsentierten Projektteilnehmer/-innen ihre Erlebnisse mit Hilfe eines Computers. Urheberrecht: Birgit MitawiDas Bundesministerium für wirt­schaft­liche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sieht in den Bundesländern und Kommunen wichtige Akteure der entwick­lungs­politischen Informations- und Bildungsarbeit.

Einige Bundesländer haben Impulse der UN-Dekade Bildung für nachhal­tige Entwicklung frühzeitig aufge­griffen und eigene Aktionspläne entworfen.

Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Hamburg und Mecklenburg-Vor­pommern haben dazu ihre Kräfte gebündelt und sich zur "Nord­deutschen Partnerschaft zur Unterstützung der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung 2005 bis 2014 (NUN)" zusammengeschlossen.

Die Bundesländer betrachten entwicklungspolitische Fragen zudem als wichtigen Teil der schulischen Bildung und bieten entsprechende Konzepte, Materialien und Lehrerfortbildungen an. Um das Thema der nachhaltigen Entwicklung und die Bedeutung der Millenniumsentwicklungsziele im Schulunterricht zu verankern, hat das BMZ gemeinsam mit der Kultusminister­konferenz der Bundesländer 2007 den "Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung" erarbeitet.

Darüber hinaus unterstützen einige Bundesländer lokale und regionale Netzwerke von Nichtregierungsorganisationen, die in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit aktiv sind. Auch die Landeszentralen für politische Bildung stellen Informationsmaterial zur Verfügung und organisieren entwicklungspolitische Veranstaltungen.

Die Kommunen können als unterste Politik- und Verwaltungsebene die Bürgerinnen und Bürger besonders gut für Themen der nachhaltigen, umweltverträglichen Entwicklung sensibilisieren. Über mehr als 260 Partnerschaften mit Kommunen in Entwicklungsländern leisten sie einen wichtigen Beitrag zur deutschen Entwicklungspolitik.

Über diese direkten Kontakte zu Gemeindevertretern, sozialen Einrichtungen und zur Zivilgesellschaft wird nicht nur kommunales Know-how vermittelt. Für die Menschen in Deutschland werden die Probleme der Entwicklungsländer dadurch erfahrbar und die Akzeptanz der Entwicklungszusammenarbeit wird erhöht.

Zentrales Instrument des Bundes zur Unterstützung kommunaler entwicklungspolitischer Arbeit ist die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW). Sie bietet den Gemeinden Information, Beratung, Vernetzung und Qualifizierung, zum Beispiel zu den Themen Nord-Süd-Städtepartnerschaft, faires Beschaffungswesen und kommunale Entwicklungszusammenarbeit.

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