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Informations- und Bildungs­arbeit

Perspektivwechsel durch Begegnung:
Förderung des Nord-Süd-Austauschs

Gäste lernen die Ausbildungssituation in einer Gewerbeschule kennen. Urheberrecht: Rainer MaehlBegegnungen zwischen Nord und Süd fördern das Verständnis füreinander – ins­besondere, wenn die Teil­neh­men­den sich gut da­rauf vorbereitet haben. In Deutsch­land stehen jungen Menschen verschiedene Programme offen, um sich entwicklungspolitisch zu engagieren und andere Lebenswelten kennenzulernen.

Dabei geht es um mehr als einen Reisekostenzuschuss für neugierige Weltenbummler: In Seminaren werden die Teil­nehmer­innen und Teilnehmer ausführlich auf ihre Begegnung mit dem fremden Land vorbereitet. Sie befassen sich dabei auch mit Möglichkeiten und Grenzen ihres eigenen Engagements und den Erwartungen, die sie und ihre Partner im Ausland an die Be­geg­nung haben. Und schon vor der Reise wird geplant, wie nach der Rückkehr die gesammelten Erfahrungen in Deutschland weiter­ver­mittelt werden können. Die jungen Menschen werden selbst zu Multiplikatorinnen und Multiplikatoren der ent­wick­lungs­po­litischen Bildungsarbeit.

Das ent­wick­lungs­politische Frei­willigenprogramm weltwärts fördert dem­ent­sprechend den Aus­tausch zwischen Nord und Süd. "Lernen durch tat­kräftiges Hel­fen" ist das Motto des Frei­willigen­dienstes, der sich an junge Menschen im Alter von 18 bis 28 Jahren richtet. Für 6 bis 24 Monate leisten sie einen Frei­willigen­dienst in einem Entwicklungsland. Die möglichen Arbeitsbereiche umfassen das gesamte Themen­spektrum der aktuellen Ent­wick­lungs­zu­sammen­arbeit. Bei weltwärts ist ein ent­wick­lungs­politisches Engagement nach dem Aus­lands­ein­satz im Rahmen der Informations- und Bildungsarbeit ausdrücklich erwünscht.

Das ASA-Programm bereitet die Teilnehmenden auf ihre Praxisphase vor und bietet Methoden und Know-How für entwicklungspolitische Bildungsarbeit in Deutschland und Europa. Urheberrecht: Verena JaekelDas Lern- und Begegnungs­programm ASA richtet sich an Studierende und junge Berufstätige mit nicht-aka­demischer Ausbil­dung. Es kombi­niert Trainings­seminare in Deutschland mit einem dreimonatigen Auslandsaufenthalt in Afrika, Asien, Lateinamerika oder Südosteuropa. Im Anschluss an den Auslandsaufenthalt werten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Erfahrungen gemeinsam aus und entwickeln Methoden, diese an Interessierte in Deutschland weiterzugeben.

Ziel des Förderprogramms für Schulpartnerschaften ENSA ist es, ein wachsendes Netzwerk aus Nichtregierungsorganisationen (NROs), Lehrkräften sowie Schülerinnen und Schülern auf­zu­bauen, das sich für eine global nachhaltige Entwicklung ein­setzt. Teilnehmen können Haupt-, Real-, Gesamt- und Berufsschulen sowie Gymnasien. Das Alter der Jugendlichen sollte zwischen 15 und 24 Jahren liegen. ENSA gestaltet gemeinsam mit NROs und professionellen Seminarleiterinnen und Seminarleitern das Programm und unterstützt die inhaltliche und pädagogische Vor- und Nachbereitung der Projekte. Bislang hat das ENSA-Programm mehr als 80 Begegnungen zwischen Schülerinnen und Schülern aus Deutschland und Entwicklungs- und Transformationsländern gefördert.

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