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Was wir machen

Zwei Kinder auf den Philippinen spielen auf der Straße mit alten Reifen. Urheberrecht: Manoocher Deghati/IRIN

Arbeitsweise

Die Entwicklungszusammenarbeit Deutschlands mit seinen Partnerländern

Wenn die Bundesrepublik einem Entwicklungsland einen günstigen Kredit vermittelt, wenn deutsche Experten die Regierung eines Staates bei der Bekämpfung der Armut beraten oder wenn eine private deutsche Organisation in einem afrikanischen Land Kleinbauerngenossenschaften fördert, sind das alles Wege der direkten Entwicklungszusammenarbeit Deutschlands und seiner Partner. Die beidseitige – bilaterale – Form der Kooperation mit Entwicklungsländern ist unmittelbar und für jeden sichtbar. Sie wird in der Öffentlichkeit stärker wahrgenommen als das deutsche Engagement innerhalb der Europäischen Union, in den Vereinten Nationen oder in anderen internationalen Institutionen. Die bilaterale Zusammenarbeit ist darum im In- und Ausland das "Gesicht" der deutschen Entwicklungspolitik.


Die Entwicklungszusammenarbeit Deutschlands im Rahmen der Europäischen Union

Die Europäische Union (EU) und ihre 27 Mitgliedsstaaten leisten zusammengenommen einen Anteil von rund 60 Prozent der internationalen Entwicklungszusammenarbeit und sind damit der weltweit größte Geber. Als größter Binnenmarkt der Welt ist die EU zudem ein wichtiger Handelspartner vieler Entwicklungsländer und hat einen großen Einfluss auf die Welthandelsordnung. Die Kombination von finanziellem, wirtschaftlichem und politischem Einfluss macht die EU zu einem der entscheidenden Akteure internationaler Entwicklungspolitik.


Die Entwicklungszusammenarbeit Deutschlands im Rahmen internationaler Organisationen

Breite Mitgliedschaft, politische Neutralität, Kapital und Know-how – das macht internationale Organisationen zu wichtigen Akteuren der Entwicklungszusammenarbeit. Sie bieten Foren für die Diskussion entwicklungspolitischer Grundsätze oder die Entwicklung internationaler Standards in der Wirtschafts-, Sozial- und Umweltpolitik. Auch bei der Durchführung und Koordinierung der Entwicklungszusammenarbeit in den Partnerländern spielen multilaterale Institutionen eine führende Rolle. Sie verwirklichen in den Partnerländern groß angelegte Programme und koordinieren aufgrund ihrer besonderen Legitimation häufig die Leistungen verschiedener Geber.


Zivilgesellschaftliche Engagement fördern und Bewusstsein schaffen

Entwicklungspolitik ist eine Aufgabe der ganzen Gesellschaft. Möglichst viele Bürgerinnen und Bürger müssen sich engagieren, um eine friedlichere und gerechtere Welt zu schaffen: Nur durch eine breite gesellschaftliche Unterstützung kann Deutschland seinen internationalen Verpflichtungen gerecht werden. Deshalb sind gesellschaftliche Kräfte und Netzwerke für die Entwicklungspolitik sehr wichtig. Um dieses zivilgesellschaftliche Engagement zu fördern, unterstützt das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) die entwicklungspolitische Informations- und Bildungsarbeit in Deutschland.


Erfolgskontrolle: Vergangenheit prüfen, Zukunft gestalten

Um die Fortschritte und Erfolge der deutschen Entwicklungszusammenarbeit zu erfassen, aber auch um Fehlentwicklungen rechtzeitig zu erkennen und Lehren für die Zukunft zu ziehen, lässt das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) die von der Bundesregierung geförderten Maßnahmen regelmäßig von unabhängigen Fachleuten evaluieren. Ein eigens dafür geschaffenes Referat im Entwicklungsministerium koordiniert, plant und steuert diese Evaluierungen. Es kontrolliert außerdem, ob die öffentlichen Fördermittel, die das BMZ an Entwicklungsorganisationen vergibt, wirtschaftlich, effektiv und zweckentsprechend eingesetzt werden.



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Lexikon der Entwicklungspolitik
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