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Praxis der europäischen Zusammenarbeit
Europäische Investitionsbank
Die Europäische Investitionsbank (EIB) mit Sitz in Luxemburg wurde 1958 als Finanzierungsinstitution der Europäischen Union gegründet. Ihre Hauptaufgabe ist die Finanzierung von Investitionen, die die europäische Integration fördern und den Zielen der EU dienen. Hierfür vergibt sie Darlehen mit längeren Laufzeiten und tilgungsfreien Phasen sowie Bürgschaften an öffentliche und private Investoren.
Die Mitgliedsstaaten der EU zeichnen nach einem Schlüssel, der ihre wirtschaftliche Bedeutung in der EU widerspiegelt, Anteile am Kapital der Bank. Im Übrigen erhält die EIB ihre Mittel nicht aus dem EU-Haushalt, sondern beschafft sie durch Anleihen auf dem Kapitalmarkt.
Die EIB besitzt eine eigene Rechtspersönlichkeit und ist innerhalb der EU finanziell autonom. Als EU-Institution passt die EIB ihre Tätigkeit fortlaufend dem Wandel der politischen Ziele der EU an. Außerhalb der EU setzt die Europäische Investitionsbank die Finanzprotokolle zu den Abkommen um, die im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit der EU geschlossen werden. So vergibt sie Darlehen für Investitionen, die zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung der Partnerländer in der ganzen Welt beitragen oder die wirtschaftliche Annäherung der mittel- und osteuropäischen Beitrittsländer an die EU ermöglichen.
Die EIB investiert fast 90 Prozent ihres Kapitals innerhalb der EU. Außerhalb der EU vergibt die EIB Darlehen im Rahmen der Entwicklungs- und Kooperationspolitik der EU. An Entwicklungsländer werden die Darlehen mit vergünstigten Konditionen vergeben. Im Jahr 2008 hat die EIB insgesamt 53,19 Milliarden Euro für Projektfinanzierungen innerhalb der EU vergeben. In Nicht-EU-Ländern wurden 6,1 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt.
Kontakt

Europäische Investitionsbank
100, boulevard
Konrad Adenauer
2950 Luxemburg
Luxemburg
Telefon: 00 352 / 43 79 1
Fax: 00 352 / 43 77 04






