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Der Europäische Rat
Mindestens zweimal pro Halbjahr treten die Staats- und Regierungschefs der EU-Mitgliedsstaaten mit dem Präsidenten der Europäischen Kommission als Europäischer Rat zusammen. Mit Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon am
1. Dezember 2009 ist der Europäische Rat eines der sieben Organe der EU geworden. Der Hohe Vertreter der EU für Außen- und Sicherheitspolitik und der Präsident der Europäischen Kommission nehmen an den Sitzungen des Rates beratend teil.
Der Europäische Rat gibt der Union die für ihre Entwicklung erforderlichen Impulse und legt die allgemeinen politischen Zielvorstellungen und Prioritäten hierfür fest. Er wird nicht gesetzgeberisch tätig.
Seit Dezember 2009 nimmt der Präsident des Europäischen Rates die Stelle des früheren Vorsitzenden des Europäischen Rates ein. Er wird für zweieinhalb Jahre gewählt. Seit dem 1. Dezember 2009 amtiert der belgische Politiker Herman Van Rompuy.
Die durch den Europäischen Rat definierten Positionen bilden nicht nur die Richtschnur für die Arbeit der Kommission, sondern dienen auch als Referenzen für die Verwaltungen der Mitgliedsstaaten. Wesentlich für den Verhandlungsstil sind "Verhandlungspakete", in denen Forderungen und Konzessionen aus mehren Politikbereichen gegenseitig "verrechnet" werden.






