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Mittel- und Osteuropa:
IPA – Neues Instrument für Heranführungshilfe seit 2007
Mit dem Ende des Kalten Krieges bekam die Entwicklungszusammenarbeit der EU einen neuen Schwerpunkt. Die EU unterstützt seitdem auch die Länder Mittel- und Osteuropas und der ehemaligen Sowjetunion bei ihren Reformen.
Das am 1. Januar 2007 in Kraft getretene neue Instrument für Heranführungshilfe (Instrument for Pre-Accession Assistance, IPA) bündelt alle früheren EU-Beitrittshilfen in einer einzigen Struktur. Das IPA ersetzt damit die Finanzinstrumente der Jahre 2000 bis 2006, nämlich PHARE, ISPA, SAPARD, das Vor-Beitrittsinstrument für die Türkei sowie CARDS für die westlichen Balkanländer.
Im aktuellen EU-Haushaltsplan verfügt IPA für den Zeitraum von 2007 bis 2013 über ein Finanzvolumen von insgesamt 11,5 Milliarden Euro. Damit werden die derzeitigen Beitrittskandidaten – Kroatien, die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien und die Türkei – sowie die potenziellen Bewerberländer Albanien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Serbien und Kosovo unterstützt.
IPA setzt sich aus fünf Komponenten zusammen: Übergangshilfe und Aufbau von Institutionen, grenzübergreifende Zusammenarbeit, regionale Entwicklung, Entwicklung der Humanressourcen sowie ländliche Entwicklung.
Die noch unter den bisherigen Programmen PHARE, ISPA, SAPARD oder CARDS begonnenen Projekte werden fortgeführt. Sämtliche neue Vor-Beitrittsmaßnahmen werden künftig im Rahmen des IPA abgewickelt.
Die im Jahre 2004 der EU beigetretenen zehn neuen Mitgliedsstaaten erhielten von 2004 bis 2006 Mittel aus einer Übergangsfazilität. Gemäß Artikel 31 der Beitrittsakte wurde diese für ein Jahr auch den zum 1. Januar 2007 beigetretenen Staaten Bulgarien und Rumänien gewährt. Dadurch soll eine kontinuierliche Finanzhilfe für eine Reihe wichtiger und ausbaubedürftiger Arbeitsfelder bereitgestellt werden.
Nähere Informationen über die Europäische Nachbarschaftspolitik finden Sie hier.
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