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Akteure

Sozialstrukturträger

Sozialstrukturförderung ist ein Instrument, das in den 1960er Jah­ren geschaffen wurde, um die Partizipation breiter Be­völ­kerungs­schichten an Maßnahmen der Ent­wick­lungs­zu­sam­men­arbeit sicherzustellen sowie Selbsthilfe und Eigeninitiative zu entwickeln.

Das BMZ fördert mit diesem Ziel die weltweite Arbeit von sieben sogenannten Sozialstrukturträgern, die über spezielle Fachkompetenz und Expertise für diese Form der Unterstützung verfügen:

  • Die Arbeiterwohlfahrt (AWO),

  • das Bildungswerk des Deutschen Gewerkschaftsbundes e.V. (DGB),

  • die Bremer Arbeitsgemeinschaft für Überseeforschung und Entwicklung e.V. (BORDA),

  • den Deutschen Caritasverband (DCV),

  • den Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverband e.V. (DGRV),

  • das Institut für Internationale Zusammenarbeit des Deutschen Volkshochschulverbandes (dvv international) und

  • die Sozial- und Entwicklungshilfe des Kolpingwerkes (SEK).

Die geförderten Sozialstrukturträger haben ihre Schwerpunkte vor allem im Aufbau und der Stärkung von Selbst­hilfe­or­ga­ni­sa­tio­nen – insbesondere Genossenschaften –, in der Einrichtung von Sozialarbeit sowie in der Gemeinwesenentwicklung, der Er­wach­se­nen­bildung und in übersektoralen Ent­wick­lungs­vorhaben.

1999 haben sich die sieben Einrichtungen in der Arbeits­ge­mein­schaft Sozialstruktur (AGS) zusammen­geschlossen, um ihre Erfahrungen auszutauschen, ihre Fach­kom­pe­ten­zen zu bündeln und um sich bei ihrer Arbeit mit den Fachpartnern im Ausland abzustimmen.

Die Sozialstrukturträger engagieren sich in Projekten in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa. Das BMZ unterstützte ihre Arbeit im Jahre 2009 mit 39,5 Millionen Euro.

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