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Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft

Hintergrund: Von einer erfolgreichen Kooperation profitieren alle
Die sozialen, ökologischen und ökonomischen Probleme der Entwicklungsländer zu lösen, ist eine Herausforderung, die nicht alleine auf Regierungsebene bewältigt werden kann. Erforderlich ist eine intensive Zusammenarbeit aller gesellschaftlichen Kräfte: Regierungen, Zivilgesellschaft und Wirtschaft müssen gemeinsam Verantwortung übernehmen und handeln.
Verantwortung der Privatwirtschaft
Besonders großen Einfluss auf den Prozess der Globalisierung haben private Unternehmen. Sie gestalten den sozialen und kulturellen Raum, die Arbeits-, Produktions- und Konsumbedingungen entscheidend mit. Ihr Engagement und ihre Kreativität wirken auch in Bereichen, in denen der Staat aus politischen, ökonomischen oder logistischen Gründen kaum Einfluss nehmen kann. Sie sind deshalb unverzichtbare Partner der deutschen Entwicklungszusammenarbeit.
International tätige Unternehmen können entscheidend zum Aufbau leistungsfähiger Volkswirtschaften und einer funktionierenden Infrastruktur in den Entwicklungsländern beitragen. Ihre Investitionen in Entwicklungs- und Schwellenländern übersteigen die Mittel der öffentlichen Entwicklungszusammenarbeit bei weitem. Durch ihren großen Einfluss auf die gesellschaftliche Entwicklung tragen sie aber auch eine große Verantwortung.
Die im Jahr 2008 ausgelöste Weltwirtschaftskrise hat deutlich gemacht, wie katastrophal sich schlechtes Management von Unternehmen auf die nachhaltige Entwicklung auswirkt. Vor dem Hintergrund dieser Erfahrungen ist es wichtig, dass sich Unternehmen ihrer gesellschaftlichen Verantwortung stellen und den Aspekt der nachhaltigen Entwicklung aktiv in ihre Geschäftsstrategie einbeziehen.
Partnerschaft zwischen Privatwirtschaft und staatlicher Entwicklungszusammenarbeit
Die Bundesrepublik unterstützt die Regierungen ihrer Partnerländer beim Aufbau einer sozialen und ökologischen Marktordnung, die nachhaltig wirtschaftende Unternehmen fördert und schädliche Geschäftspraktiken unterbindet. Deutschland stärkt die Verbreitung und Durchsetzung international anerkannter Standards und Normen für unternehmerisches Handeln und setzt sich für verbindliche Vereinbarungen in der internationalen Staatengemeinschaft ein, um Unternehmen in Entwicklungsländern verlässliche Rahmenbedingungen zu bieten.
Um diese Ziele zu erreichen, arbeitet das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) auf verschiedenen Ebenen erfolgreich mit der deutschen und internationalen Privatwirtschaft zusammen.
Durch die Zusammenarbeit mit privaten Unternehmen wird nicht nur zusätzliches (privates) Geld, sondern auch privatwirtschaftliches Know-how für die Entwicklungsländer gewonnen. Dadurch steigt die Effizienz des deutschen entwicklungspolitischen Engagements. Zudem wird ein für beide Seiten gewinnbringender Dialog zwischen Vertreterinnen und Vertretern der Entwicklungspolitik und der Privatwirtschaft angeregt und geführt.
Von der Zusammenarbeit profitieren alle: Die Entwicklungsländer, weil eine leistungsfähige Volkswirtschaft der Schlüssel für nachhaltige Entwicklung ist; die Unternehmen, weil sie sich langfristig neue Märkte schaffen und weil sie neue Partner gewinnen; die Menschen vor Ort, weil neue Unternehmen Beschäftigung und Einkommen schaffen und damit helfen, die Armut zu vermindern.
Kontakt

BMZ-Servicestelle Zusammenarbeit mit
der Wirtschaft
Dahlmannstraße 4
53113 Bonn
Servicetelefon:
02 28 / 9 95 35-31 31
Wirtschaft-Kontakt@bmz.bund.de
Publikationen

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Märkte entwickeln, Wohlstand schaffen, Armut reduzieren, Verantwortung übernehmen – Die Wirtschaft als Partner der Entwicklungspolitik
(PDF 223 KB, barrierefrei) -
Entwicklungspartnerschaften mit der Wirtschaft
Jahresbericht 2009
(PDF 1,2 MB, barrierefrei) -
Ökologisches Wirtschaften
BMZ-Informationsbroschüre
(PDF 5 MB, barrierefrei) -
Kooperation mit dem Privatsektor im Kontext der Entwicklungszusammenarbeit – Kooperationsformen
(PDF 347 KB, barrierefrei) -
Aid for Trade in der deutschen Entwicklungspolitik
BMZ-Strategiepapier
(PDF 292 KB, barrierefrei)






