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Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung
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Wirtschaftspolitik: Gute Rahmenbedingungen für Entwicklung schaffen
Um wirtschaftliches Wachstum zu stimulieren und Armut nachhaltig zu bekämpfen, müssen Regierungen für stabile Rahmenbedingungen sorgen. Dazu zählt vor allem, dass dem Privatsektor genügend Entfaltungsmöglichkeiten für unternehmerische Initiativen eingeräumt werden. Ein gutes Geschäftsklima stärkt die Investitionstätigkeit von lokalen Betrieben und macht ein Land attraktiv als Standort für internationale Unternehmen, die Kapital und Know-how mitbringen.
Weitere wichtige Rahmenbedingungen für erfolgreiches wirtschaftliches Handeln sind der Grad der makroökonomischen Stabilität (zum Beispiel Zinssätze und Wechselkurse) und das politische, rechtliche und regulative Regelwerk (zum Beispiel Steuern und Lizenzen). Außerdem gehören auch die Qualität der Regierungsführung (zum Beispiel die Bekämpfung der Korruption) und das institutionelle Umfeld (zum Beispiel die Qualität der Verwaltung und die Möglichkeiten von Interessenvertretungen) dazu.
In vielen Entwicklungs- und Transformationsländern sind Wirtschaftsreformen notwendig, um solche stabilen Rahmenbedingungen erreichen zu können. Deutschland unterstützt seine Partnerländer darum in enger Abstimmung mit anderen Gebern bei der Planung und Umsetzung von Wirtschaftsreformen. Entsprechend den Grundsätzen der sozialen und ökologischen Marktwirtschaft fördert die Bundesregierung vor allem politische Initiativen, die sich am Millenniumsziel "Halbierung der extremen Armut bis zum Jahre 2015" orientieren.
Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit
Die wirtschaftspolitische Beratung der Partnerländer hat das Ziel, durch ein institutionell abgesichertes Zusammenspiel von Markt und Politik wirtschaftliche Dynamik zu erreichen. Gleichzeitig wird auf sozialen Ausgleich und schonenden Umgang mit den natürlichen Lebensgrundlagen geachtet. Wirtschaftliches Wachstum – und damit die Chance auf mehr Beschäftigung und Einkommen – ist aber nur erreichbar, wenn die Partnerländer selbst deutliche Anstrengungen zur Stärkung ihrer Wettbewerbsfähigkeit unternehmen. Sie müssen ihre marktwirtschaftlichen Strukturen und Institutionen ausbauen, sich den Herausforderungen der Globalisierung stellen und ihre Chancen nutzen.
Die Fördermaßnahmen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit umfassen daher ein breites Spektrum. Dazu gehören zum Beispiel die Vorbereitung und Unterstützung von Reformen des Finanzsektors, die Beratung bei der Formulierung von Wettbewerbsordnungen, der Aufbau von Regulierungsbehörden oder Maßnahmen zur Stärkung des Außenhandels.
Ein bedeutender Aspekt ist die Qualifizierung des Personals von Institutionen, denn Ineffizienz und Korruption hemmen Entwicklung. Daher ist es wichtig, funktionsfähige Regierungsorgane sowie Aufsichts- und Regulierungsbehörden aufzubauen und zu stärken; beispielsweise Wirtschafts- und Handelsministerien, Investitionsförderagenturen oder Wettbewerbsämter. Sie gewährleisten, dass Politikvorgaben zügig, umfassend und transparent umgesetzt werden.
Unterstützung von Transformationsprozessen
Viele Entwicklungsländer durchlaufen gesellschaftspolitische Veränderungen. Sie wandeln sich von zentralistischen, autoritär regierten Systemen zu pluralistischen, dezentralisierten Gesellschaften. Dazu müssen in vielen Fällen Institutionen auf kommunaler, regionaler und nationaler Ebene aufgebaut und handlungsfähig gemacht werden. Wichtiger Teil dieses Transformationsprozesses ist oft die Privatisierung ehemaliger Staatsbetriebe. Die Bundesrepublik verfügt mit der GIZ und der KfW Entwicklungsbank (zu der auch die DEG gehört) über Durchführungsorganisationen mit großer Erfahrung in diesen Bereichen.
Informationen

Publikationen

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Entwicklungspartnerschaften mit der Wirtschaft
Jahresbericht 2009
(PDF 1,2 MB, barrierefrei) -
Grundsätze der sozialen und ökologischen Marktwirtschaft in der deutschen Entwicklungspolitik
BMZ Konzepte 157
(PDF 208 KB, barrierefrei) -
Ökologisches Wirtschaften
BMZ-Informationsbroschüre
(PDF 5 MB, barrierefrei) -
Aid for Trade in der deutschen Entwicklungspolitik
BMZ-Strategiepapier
(PDF 292 KB, barrierefrei)





