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Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung

Finanzdienstleistungen für alle

Das Finanzsystem ist das Rückgrat jeder Volks­wirtschaft. Seine Leistungsfähigkeit und Sta­bi­lität ist Vor­aus­setzung für wirtschaftlichen Erfolg.

Kunde am Geldautomaten in Brasilien. Urheberrecht: Photothek.netDurch das Angebot von maßge­schnei­derten Finanz­dienst­leistungen – Sparkonten, Kredite, Ver­siche­rungen und Zahlungs­ve­rkehr – können arme Be­völkerungs­schichten unmittelbar bei ihrer wirt­schaftlichen, sozialen und politischen Ent­wicklung unter­stützt werden. In manchen Entwicklungs- und Trans­formations­ländern ist das Finanz­system für diese Aufgabe noch nicht ausreichend differenziert, leistungs­fähig und stabil. Das hemmt die Investitions­tätigkeit und die Entwicklung.

Unter unzureichendem Zugang zu Finanz­dienst­leistungen leiden oft die Bereiche, die besonders große Bedeutung für den Erfolg einer Volks­wirt­schaft haben: die Landwirtschaft, die Kom­munal­ver­waltung und die kleinen und mittleren Betriebe (KMU).

Die Stabilisierung der Finanzsysteme ist auch vor dem Hintergrund der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise ein wichtiges Entwicklungsziel. Die globale Finanzkrise hat seit 2008 den Bankensektor in vielen Partnerländern stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Kredit- und Kapitalkosten an inter­natio­nalen Finanzmärkten sind gestiegen. Ausländische Kapitalströme sind zurückgegangen. Besonders für kleine und mittlere Unternehmen ist der der Zugang zu Krediten schwieriger geworden.

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Lexikon der Entwicklungspolitik
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