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Informationstechnologie

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Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) – Querschnittsthema der deutschen Entwicklungszusammenarbeit
Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) werden für die Entwicklungszusammenarbeit immer wichtiger. Sie sind nicht nur unverzichtbare Werkzeuge für die Projektplanung und Koordination, sie spielen auch für das Erreichen spezifischer Entwicklungsziele eine zentrale Rolle.
Seit die Millenniumsentwicklungsziele (MDGs) 2000 auf dem Weltgipfel in New York von den Vertretern von 189 Ländern verabschiedet wurden, sind IKT als wichtiges Mittel der internationalen Zusammenarbeit anerkannt. Das achte der dort festgelegten Ziele nimmt direkten Bezug auf diese Technologien:
"In Zusammenarbeit mit dem privaten Sektor sollen die Vorteile der neuen Technologien, besonders in den Bereichen Information und Kommunikation, zugänglich gemacht werden."
(Zielvorgabe 8.F von MDG 8)
UN-Weltgipfel zur Informationsgesellschaft 2003 und 2005
Die gesellschaftliche Bedeutung der Informationstechnologien wurde spätestens beim UN-Weltgipfel zur Informationsgesellschaft (WSIS) thematisiert. Er fand in zwei Phasen statt: Die erste Phase endete 2003 in Genf mit der Verabschiedung eines Aktionsplans. Dieser ruft zu einer Informationsgesellschaft auf, die es allen Menschen erlaubt, Informationen und Wissen unabhängig von Herkunft, Geschlecht und Status für sich zu nutzen.
Im November 2005 kamen Entscheidungsträger aus dem öffentlichen und privaten Sektor und der Zivilgesellschaft bei der zweiten Phase des WSIS in Tunis zusammen. Entwicklungspolitische Themen, wie die weitere Finanzierung des Infrastrukturausbaus in armen und ländlichen Regionen, spielten dort eine ebenso große Rolle wie die künftige Steuerung des Internets (Internet Governance). Das BMZ beteiligte sich aktiv an den Gipfeltreffen und brachte die deutsche entwicklungspolitische Perspektive in die Diskussion ein.
Im Nachgang zu dem UN-Weltgipfel findet jährlich ein WSIS-Forum zur Umsetzung des Aktionsplans in Genf statt.
Mit öffentlichen Mitteln privatwirtschaftliches Engagement initiieren
Auf dem Gebiet der IKT ergänzen sich soziale und wirtschaftliche Interessen auf ideale Weise. Für die Privatwirtschaft ist das interessant, weil mit öffentlichen Mitteln privatwirtschaftliches Engagement initiiert wird. Die Bundesrepublik Deutschland sieht ihre Aufgabe darin, gemeinsam mit ihren Partnern in den Entwicklungsländern eine "Hebelwirkung" zu erzeugen – durch politische Beratung, die Durchführung strategischer Projekte und die Anregung neuer Partnerschaften. Ziel ist es, die internationalen und regionalen Unterschiede beim Zugang zu IKT zu verringern: Mehr Menschen in Entwicklungsländern sollen die Möglichkeit erhalten, IKT-Anwendungen zu nutzen. Sie sollen aktiv an der globalen Informationsgesellschaft teilnehmen.
Der Nutzen von Informations- und Kommunikationstechnologien ist vielfältig – unter anderem tragen sie dazu bei
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die Kommunikation im Alltag zu erleichtern und Zeit und Kosten zu sparen,
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Wissen zugänglich zu machen,
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neue Austauschmöglichkeiten, zum Beispiel mit Entscheidungsträgern aus Gesellschaft und Politik, zu eröffnen und neue Märkte und Informationsquellen zu erschließen,
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die Archivierung, Verwaltung und Aufbereitung von Daten effizienter zu gestalten – zum Beispiel im Schulwesen, im Gesundheitswesen oder in der öffentlichen Verwaltung.
Verbesserung der Regulierung des Telekommunikationssektors in Partnerländern in Subsahara-Afrika
Die wichtigsten und nachhaltigsten Entwicklungsbeiträge von IKT werden durch eine privatwirtschaftliche Entwicklung, Einführung und Vermarktung ermöglicht. Dementsprechend unterstützt die deutsche Entwicklungszusammenarbeit im Bereich IKT die Partnerländer in Subsahara-Afrika bei der Regulierung regionaler und nationaler Telekommunikationsmärkte. Eine verlässliche und adäquate Regulierung ist Voraussetzung für private Investitionen, Wettbewerb sowie den Ausgleich von Marktversagen. Sie ist ein grundlegender Baustein für niedrigere Preise und eine verbesserte Versorgung mit Telekommunikationsdiensten in unseren Partnerländern.
Einsatz von IKT in Projekten der deutschen Entwicklungszusammenarbeit
IKT besitzen das Potenzial, sowohl Effizienz und Effektivität als auch die Transparenz von Maßnahmen und Prozessabläufen zu erhöhen. Daher fördert das BMZ den Einsatz von zeitgemäßen IKT in unterschiedlichsten Vorhaben der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit (so zum Beispiel in Projekten aus den Bereichen Wasser, Bildung, gute Regierungsführung, nachhaltige Wirtschaftsentwicklung, Gesundheit). IKT-Lösungen, die an lokale Voraussetzungen angepasst sind, werden gemeinsam mit Partnerinstitutionen entwickelt und eingesetzt.
Telekommunikationstechnologien und hier insbesondere die Mobilfunktechnologie besitzen ein enormes Potential zur Verbesserung der Versorgung bislang benachteiligter Bevölkerungsgruppen (etwa Mikrofinanzdienstleistungen im ländlichen Raum via Mobilfunk oder Zugang zu Informationen für Kleine und Mittlere Unternehmen).
Informationen

Siehe auch
Externe Links
- Weltgipfel zur Informationsgesellschaft:
IKT-Börse im Pavillon
Eine Publikation der GIZ
(PDF 87 KB) - Informationen der GIZ über IKT
- Informations- und Kommunikationstechnologie bei der GIZ
- MDG Monitor: Informationen der Vereinten Nationen über den Stand der Umsetzung der Millenniumsentwicklungsziele (englisch)





