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Reformen

Wissenstransfer sichert Wasservorräte

Ein Bauer in den Palästinensischen Gebieten tränkt seine Schafe, eine alte Badewanne dient als Trog. Urheberrecht: Shabtai Gold/IRINNordafrika und der Nahe Osten gehören zu den trockensten Gebieten der Erde. Die hier lebenden fünf Prozent der Weltbevölkerung verfügen nur über ein Prozent der Frisch­wasser­res­sourcen. Zusätzlich sind im Nahen Osten die Vorkommen sehr unter­schiedlich verteilt.

Als Reaktion auf diese schwierige Situation haben viele Länder Nordafrikas und des Nahen Ostens begonnen, ihren Wasser­sektor zu reformieren. Deutschland unterstützt sie dabei. Durch ein verbes­sertes Management sollen die Wasser­vorkom­men der Region in Zukunft effizienter und nach­haltiger bewirt­schaftet werden.

Im Auftrag des BMZ fördert die GIZ die Reform­prozesse durch Weiterbildungs­maßnahmen. Sie sollen die fachliche und methodische Kompetenz der Verantwortlichen und die regionale Kooperation verbessern. Außerdem sollen die unterschiedlichen Ansprüche – die Bedürf­nisse der Menschen und der Umwelt – miteinander in Einklang gebracht werden.

Dazu stellt die GIZ ein Weiterbildungs­angebot in Form eines "systemischen Baukastens" zur Verfügung. Er besteht aus sechs "Bausteinen" und 40 Einzel­maßnahmen. Sie umfassen die verschiedenen notwendigen Mittel und Methoden für den Umgang mit Wasser. Die einzelnen Elemente des "Baukastens" können nach Bedarf miteinander verknüpft und auf die konkrete Situation bei der Wasser­nutzung vor Ort abgestimmt werden.

Das Spektrum der Weiter­bildung reicht vom Dialog­workshop mit allen Akteuren bis zum Langzeit­training für Nachwuchs­führungs­kräfte. Mit dem Programm wird ein breites Fach­wissen vermittelt und das Management der verschiedenen Institutionen wird entscheidend verbessert.

Wissensaustausch

Ein wichtiges Ziel der Maßnahmen ist, dass das erworbene Wissen weiter­gegeben wird: innerhalb der einzelnen Organisationen, aber auch von Land zu Land. Junge Führungs­kräfte und Senior­experten aus Ländern des Nahen Ostens und Nordafrikas werden darum dabei unterstützt, ihr Wissen auszutauschen und es gemeinsam weiterzu­entwickeln. Im Rahmen regionaler Kooperationen diskutieren die Fach­leute aktuelle Trends und Themen. Regel­mäßig statt­findende Foren fördern die Bildung von Netz­werken und den Austausch zwischen Entscheidungs­trägern. Das Programm wird durch Öffentlichkeits­arbeit ergänzt, um die Bevölkerung für das Thema und die Knapp­heit der Ressource Wasser zu sensibilisieren.

Deutscher Beitrag: 6,318 Millionen Euro

Geplante Laufzeit: 2005 bis 2008

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Lexikon der Entwicklungspolitik
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