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Wasser für Menschen

Reform des Wassersektors

Wasser ist regional unterschiedlich verteilt und teilweise begrenzt. Aber nur einige Regionen der Welt verfügen über so wenig Wasser, dass die dort lebenden Menschen damit nicht ausreichend versorgt werden könnten.

Wasserkrisen sind also nicht nur ein naturgegebenes Schicksal, sondern fast immer auch von Menschen gemacht. Meistens entstehen sie durch ungleiche Machtverhältnisse und politisches Missmanagement.

Vor allem die Armen können ihr Recht auf Wasser oft nicht durch­setzen. Es fällt ihnen schwer, sich politisch Gehör zu verschaffen und in vielen Staaten werden ihre Bedürfnisse von den Entscheidungs­trägern nur unzureichend berücksichtigt. Dies gilt insbesondere für die großen informellen Siedlungen in Städten des Südens, die von der ohnehin meist unzureichenden kom­munalen Planung von vornherein ausgeschlossen sind sowie für die ländliche Bevölkerung in abgelegenen Regionen.

Auch Korruption und eine schwerfällige Bürokratie können die ausreichende Wasserversorgung der Bevölkerung behindern. Weil es keine umfassenden Wassergesetze gibt, fehlt oft die Rechtssicherheit für die Wasserverbraucher und -versorger.

Dazu kommt, dass die technischen Anlagen in vielen Ländern veraltet und ineffizient sind. Konzepte für die Modernisierung fehlen ebenso, wie Investitionspläne und das Geld, sie umzusetzen.

Bessere Bedingungen schaffen

Voraussetzungen für ein besseres Management der Ressource Wasser sind darum Reformen des Wasser­sektors und eine verbes­serte Regierungs­führung. Nur durch sie kann erreicht werden, dass sich die zuständigen Ministerien, die staatlichen Regulierungs­institutionen und die Wasser­versorger stärker nach den Bedürfnissen der armen Bevölkerungs­gruppen richten.

Deutschland unterstützt seine Partnerländer dabei, diese Voraus­setzungen zu schaffen. Die Bundesrepublik engagiert sich dazu auf vielen verschiedenen Ebenen.

Ein wichtiges Beispiel ist die Regierungs­beratung im Rahmen der Technischen Zusammenarbeit. Ziel ist es, in den Partner­ländern geeignete gesetzliche Rahmen­bedingungen zu schaffen und leistungs­fähige öffentliche Institutionen im Wasser­sektor aufzubauen.

Um die politische Mitsprache der Bevölkerung auf lokaler und regionaler Ebene zu verbessern, unterstützt Deutschland Prozesse der Dezentralisierung im Bereich des Wasser­sektors. Sie führen gleich­zeitig zu einer Verbes­serung der Transparenz und bieten den Menschen die Chance, Eigen­verantwortung zu übernehmen.

Die Betreiber der Versorgungs- und Entsorgungs­betriebe werden dabei unterstützt, eine effiziente Betriebs­führung für ihre Unternehmen zu entwickeln und ihre Mitarbeiter fortzubilden. Ein weiterer wichtiger Bestand­teil des deutschen Engagements ist die Beratung bei der Lösung von Konflikten zwischen Wassernutzern, die unterschiedliche Interessen haben.

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