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Wasser für Menschen

Eine Frau in der afghanischen Provinz Bamiyan holt Wasser. Urheberrecht: Mohammad Popal/IRIN

Reform des Wassersektors

Wasser ist regional unterschiedlich verteilt und oft nur begrenzt vorhanden. Aber nur einige Regionen der Welt verfügen tat­säch­lich über so wenig Wasser, dass die dort lebenden Menschen damit nicht ausreichend versorgt werden könnten.

Wasserkrisen sind also nicht nur ein natur­gegebenes Schicksal, sondern fast immer auch von Menschen gemacht. Meistens entstehen sie durch ungleiche Macht­verhältnisse und Miss­management.

Vor allem die Armen können ihr Recht auf Wasser oft nicht durch­setzen. Es fällt ihnen schwer, sich politisch Gehör zu verschaffen. In vielen Staaten werden ihre Bedürfnisse von den Entschei­dungs­trägern zu wenig berück­sichtigt. Dies gilt insbesondere für die großen informellen Sied­lungen in Städten des Südens, die von der ohnehin meist un­zu­reichenden kommunalen Planung von vorn­herein ausgeschlossen sind, sowie für die länd­liche Bevölke­rung in abgelegenen Regionen.

Auch Korruption und eine schwer­fällige Büro­kratie können die ausreichende Wasser­versorgung der Bevölkerung behindern. Wo es keine umfassenden Wasser­gesetze gibt, fehlt die Rechts­sicher­heit für die Wasser­verbraucher und -versorger.

Dazu kommt, dass die tech­nischen Anlagen in vielen Ländern veraltet und in­effizient sind. Konzepte für die Moder­ni­sie­rung fehlen ebenso wie Investitions­pläne und das Geld, sie umzu­setzen.

Bessere Bedingungen schaffen

Voraussetzungen für ein besseres Management der Ressource Wasser sind darum Reformen des Wasser­sektors und eine verbesserte Regierungs­führung. Nur durch sie kann erreicht werden, dass sich die zuständigen Ministerien, die staatlichen Regulierungs­institutionen und die Wasser­versorger stärker nach den Bedürfnissen der armen Bevölkerungs­gruppen richten.

Deutschland unterstützt seine Kooperations­länder dabei, diese Voraus­setzungen zu schaffen. Die Bundes­republik engagiert sich dazu auf vielen verschiedenen Ebenen.

Ein wichtiges Beispiel ist die Regierungs­beratung im Rahmen der Technischen Zusammen­arbeit. Ziel ist es, geeignete gesetzliche Rahmen­bedingungen zu schaffen und leistungs­fähige öffent­liche Institutionen im Wasser­sektor aufzubauen.

Um die politische Mitsprache der Bevölkerung auf lokaler und re­gionaler Ebene zu verbessern, unter­stützt Deutsch­land Pro­zesse der Dezen­tra­lisierung. Sie führen gleich­zeitig zu einer Ver­besse­rung der Trans­pa­renz im Wasser­sektor und bieten den Menschen bessere Chancen Eigen­verantwortung zu übernehmen.

Die Betreiber der Versorgungs- und Entsorgungs­betriebe werden dabei unter­stützt, eine effiziente Betriebs­führung für ihre Unter­nehmen zu entwickeln und ihre Mit­arbeiter fort­zu­bilden. Ein wei­te­rer wichtiger Bestand­teil des deutschen Engage­ments ist die Beratung bei der Lösung von Konflikten zwischen ver­schiedenen Wasser­nutzer­gruppen, die unter­schiedliche Interessen haben.

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