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Management

Grundwasserschutz Jordanien

Wüstenlandschaft in Jordanien, die früher fruchtbares Land gewesen ist. Urheberrecht: Maria Font de Matas/IRINJordanien gehört zu den zehn Ländern mit den geringsten verfüg­baren und er­neuer­baren Wasser­vorräten pro Ein­wohner. Be­völ­ke­rung, Land­wirt­schaft und Industrie kon­kurrieren um das knappe Gut. In zu­neh­men­dem Maße werden des­halb auch die nicht er­neuer­baren, fossilen Grund­wasser­vorräte aus­gebeutet.

In einigen Regionen hat das zur Ab­senkung des Grund­wasser­spiegels um ein bis zwei Meter pro Jahr geführt. Die Folge: Brunnen und Feucht­gebiete trocknen aus. Auch das Verschmutzungs­risiko steigt: Durch Über­nutzung gelangt in einigen Bereichen salz­haltiges Wasser ins Grund­wasser. Weitere Gefahren für das Grund­wasser ent­stehen durch den Einsatz von Dünge­mitteln und Pestiziden in der Land­wirt­schaft und die zum Teil noch un­ge­regelte Ent­sorgung von Müll und Abwasser. Der Schutz der Wasser­ressourcen vor Ver­unreinigung und Über­nutzung ist deshalb Schwer­punkt der Zusammen­arbeit zwischen der Bundes­anstalt für Geo­wissen­schaften und Rohstoffe (BGR) und den jordanischen Wasser­behörden.

Die verantwortlichen Behörden verfügen noch nicht über aus­reichend Fach­kompetenz im Bereich Wasser­schutz. Die BGR unter­stützt das Wasser­ministerium, seine nach­geordneten Behörden und andere Institutionen deshalb beim Aufbau ent­sprechender Kompetenzen und fördert die notwendige insti­tu­tionelle Zusammen­arbeit.

Ein Ziel der Zusammenarbeit ist, den Schutz des Grund- und Ober­flächen­wassers gesetzlich zu verankern. Hierzu wurden von der BGR Vorschläge für entsprechende Gesetze und Ver­ord­nun­gen gemacht. Als ein Erfolg für den Wasser­schutz in Jordanien ist hierbei die Ver­abschiedung der Trink­wasser­schutz­richt­linie in 2011 zu nennen.

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe hat außerdem Karten zur Ver­schmutzungs­empfindlichkeit des Grund­wassers in Jordanien erstellt. Diese Karten verbessern die Arbeits­möglichkeiten der sogenannten Licensing Comittees, die für die Vergabe von Land­nutzungs­rechten zuständig sind. Bei den Genehmigungs­verfahren für Deponien, Klär­anlagen, Indus­trie­standorte oder andere Einrichtungen, die Einfluss auf das Grund­wasser haben, können die Komitees mit Hilfe der Karten Verschmutzungs­risiken berücksichtigen.

Es wurden bereits 13 Schutz­gebiete für Grund­wasser abgegrenzt und entsprechende Empfehlungen für Restrik­tionen bezüglich der Land­nutzung abgegeben.

Durch die Verbesserung des Grundwasser­schutzes wird einer weiteren Verknappung der jordanischen Trink­wasser­ressourcen entgegen­gewirkt. Auch die Risiken für die Gesund­heit der Men­schen und die Ver­schmutzungen des Wassers sinken. Damit trägt das Projekt zur lang­fristigen Sicherung einer bezahl­baren Was­ser­versorgung bei – insbesondere für die ärmeren Bevölkerungs­schichten.

Deutscher Beitrag: 4,3 Millionen Euro

Geplante Laufzeit: 2002 bis 2014

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