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Grundwasserschutz Jordanien
Jordanien gehört zu den zehn Ländern mit den geringsten verfügbaren und erneuerbaren Wasservorräten pro Einwohner. Bevölkerung, Landwirtschaft und Industrie konkurrieren um das knappe Gut. In zunehmendem Maße werden deshalb auch die nicht erneuerbaren, fossilen Grundwasservorräte ausgebeutet.
In einigen Regionen hat das zur Absenkung des Grundwasserspiegels um ein bis zwei Meter pro Jahr geführt. Die Folge: Brunnen und Feuchtgebiete trocknen aus. Auch das Verschmutzungsrisiko steigt: Durch die Übernutzung gelangt in einigen Bereichen salzhaltiges Wasser ins Grundwasser. Weitere Gefahren für das Grundwasser entstehen durch den Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden in der Landwirtschaft und die zum Teil noch ungeregelte Entsorgung von Müll und Abwasser.
Der Schutz der Wasserressourcen vor Verunreinigung und Übernutzung ist deshalb Schwerpunkt der Zusammenarbeit zwischen der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) und den jordanischen Wasserbehörden.
Die verantwortlichen Behörden verfügen noch nicht über ausreichend Fachkompetenz im Bereich Wasserschutz. Die BGR unterstützt das Wasserministerium (MWI), seine nachgeordneten Behörden und andere Institutionen deshalb beim Aufbau entsprechender Kompetenzen und fördert die notwendige institutionelle Zusammenarbeit.
Ein Ziel der Zusammenarbeit ist, den Schutz des Grund- und Oberflächenwassers gesetzlich zu verankern. Hierzu wurden von der BGR Vorschläge für entsprechende Gesetze und Verordnungen gemacht.
Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe hat außerdem Karten zur Verschmutzungsempfindlichkeit des Grundwassers in Jordanien erstellt. Diese Karten verbessern die Arbeitsmöglichkeiten der so genannten Licensing Comittees, die für die Vergabe von Landnutzungsrechten zuständig sind. Bei den Genehmigungsverfahren für Deponien, Kläranlagen, Industriestandorte oder andere Einrichtungen, die Einfluss auf das Grundwasser haben, können die Komitees mit Hilfe der Karten Verschmutzungsrisiken berücksichtigen.
Es wurden bereits mehrere Schutzgebiete für Grundwasser abgegrenzt und entsprechende Empfehlungen für Restriktionen bezüglich der Landnutzung abgegeben.
Durch die Verbesserung des Grundwasserschutzes wird die weitere Verknappung der jordanischen Trinkwasserressourcen eingedämmt. Auch die Risiken für die Gesundheit der Menschen und die Verschmutzungen des Wassers sinken. Damit trägt das Projekt zur langfristigen Sicherung einer bezahlbaren Wasserversorgung bei – insbesondere für die ärmeren Bevölkerungsschichten.
Deutscher Beitrag: 2,172 Millionen Euro
Geplante Laufzeit: 2002 bis 2009






