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Wasser für Menschen

Sauberes Trinkwasser an einem Wasserkiosk in Livingstone, Sambia . Urheberrecht: photothek.net

Wasserressourcen-Management

Wasser gehört zu den kostbarsten Ressourcen der Erde. Es ist auch für künftige Generationen lebens­notwen­dig. Das nach­haltige Manage­ment der Wasser­ressourcen ist deshalb eine der größten Heraus­forderungen für die Zukunft und spielt eine Schlüssel­rolle bei der Ver­wirk­lichung der Millenniums­ent­wick­lungs­ziele (MDG).

Mit gezielter Entwicklungs­zusam­men­arbeit im Wasser­sektor fördert Deutsch­land deshalb ein Wasser­ressourcen-Management, das auf eine ausgeglichene Wasser­bilanz hinwirkt: Die Menge der Wasser­entnahme soll die Menge der verfüg­baren erneuer­baren Wasser­ressourcen nicht über­schreiten. So soll ein Absinken des Grund­wasser­spiegels oder ein Austrocknen von Oberflächen­gewässern verhindert werden.

Wenn fossile Wasser­reserven genutzt werden müssen, weil das verfüg­bare erneuerbare Grund­wasser zur Trink­wasser­versorgung nicht ausreicht, werden – soweit wirtschaftlich und ökologisch vertretbar – neue Wasser­beschaffungs­formen gefördert. Dazu gehören beispiels­weise die Meer- oder Brack­wasser­entsalzung (unter Nutzung erneuerbarer Energien), die künstliche Grund­wasser­anreicherung oder die Verwendung aufbereiteter Ab­wäs­ser. Mit diesen Methoden lassen sich lang­fristige Ver­sor­gungs­eng­pässe und Störungen des Öko­systems vermeiden.

Die Strategie des Bundes­ministeriums für wirt­schaft­liche Zu­sam­men­arbeit und Ent­wick­lung für den Wasser­sektor orientiert sich am Leit­bild des integrierten Wasser­ressourcen-Managements (IWRM). Das Leitbild beruht auf der Erkenntnis, dass sich Wasser­probleme oft nicht inner­halb einzelner Wirtschafts- oder Lebens­bereiche lösen lassen, sondern nur durch ein integriertes Management, das alle Wasser­nutzungs­formen in die Betrachtung einbezieht.

So sollten etwa bei Vorhaben im Wasser­sektor nicht nur die Bereit­stellungs­kosten (Betriebs- und Kapital­kosten für die Förderung, Aufbereitung, Verteilung und Reinigung des Wassers) berücksichtigt werden. Stattdessen muss das Management die vollen öko­no­mischen Kosten (zum Beispiel auch die dann ent­gehenden Erlöse aus möglichen Alternativ­vorhaben) sowie die ökologischen Kosten berücksichtigen.

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