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Wasser für Menschen

Wasserressourcen-Management
Wasser gehört zu den kostbarsten Ressourcen der Erde. Es ist auch für künftige Generationen lebensnotwendig. Das nachhaltige Management der Wasserressourcen ist deshalb eine der größten Herausforderungen für die Zukunft und spielt eine Schlüsselrolle bei der Verwirklichung der Millenniumsentwicklungsziele (MDG).
Mit gezielter Entwicklungszusammenarbeit im Wassersektor fördert Deutschland deshalb ein Wasserressourcen-Management, das auf eine ausgeglichene Wasserbilanz hinwirkt: Die Menge der Wasserentnahme soll die Menge der verfügbaren erneuerbaren Wasserressourcen nicht überschreiten. So soll ein Absinken des Grundwasserspiegels oder ein Austrocknen von Oberflächengewässern verhindert werden.
Wenn fossile Wasserreserven genutzt werden müssen, weil das verfügbare erneuerbare Grundwasser zur Trinkwasserversorgung nicht ausreicht, werden – soweit wirtschaftlich und ökologisch vertretbar – neue Wasserbeschaffungsformen gefördert. Dazu gehören beispielsweise die Meer- oder Brackwasserentsalzung (unter Nutzung erneuerbarer Energien), die künstliche Grundwasseranreicherung oder die Verwendung aufbereiteter Abwässer. Mit diesen Methoden lassen sich langfristige Versorgungsengpässe und Störungen des Ökosystems vermeiden.
Die Strategie des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung für den Wassersektor orientiert sich am Leitbild des integrierten Wasserressourcen-Managements (IWRM). Das Leitbild beruht auf der Erkenntnis, dass sich Wasserprobleme oft nicht innerhalb einzelner Wirtschafts- oder Lebensbereiche lösen lassen, sondern nur durch ein integriertes Management, das alle Wassernutzungsformen in die Betrachtung einbezieht.
So sollten etwa bei Vorhaben im Wassersektor nicht nur die Bereitstellungskosten (Betriebs- und Kapitalkosten für die Förderung, Aufbereitung, Verteilung und Reinigung des Wassers) berücksichtigt werden. Stattdessen muss das Management die vollen ökonomischen Kosten (zum Beispiel auch die dann entgehenden Erlöse aus möglichen Alternativvorhaben) sowie die ökologischen Kosten berücksichtigen.
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