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Wasser für Menschen

Wasserressourcen-Management

Ein Junge in Namibia wäscht sich die Hände an einem Wasserhahn. Urheberrecht: Photothek.net, KöhlerWasser gehört zu den kostbarsten Ressourcen der Erde. Es ist auch für künftige Generationen lebens­notwendig. Das nachhaltige Management der Wasserressourcen ist deshalb eine der großen Heraus­forderungen für die Zukunft und spielt eine Schlüssel­rolle bei der Verwirklichung der Millenniumsentwicklungsziele.

In der Entwicklungszusammenarbeit im Wassersektor fördert Deutschland deshalb ein Wasser­ressourcen-Management, das auf eine ausgeglichene Wasser­bilanz hinwirkt: Die Menge der Wasser­entnahme soll die Menge der verfüg­baren erneuer­baren Wasser­ressourcen nicht über­schreiten, um ein Absinken des Grund­wasser­spiegels oder ein Austrocknen von Ober­flächen­gewässern zu verhindern. Wenn fossile Wasser­reserven genutzt werden müssen, weil das verfügbare erneuerbare Grund­wasser zur Trink­wasser­versorgung nicht ausreicht, werden – soweit wirtschaftlich und ökologisch vertretbar – neue Wasser­beschaffungs­formen wie beispiels­weise Meer- oder Brack­wasser­entsalzung, künstliche Grund­wasser­anreicherung oder die Verwen­dung aufbereiteter Abwässer gefördert, um lang­fristige Versorgungsengpässe und Störungen des Ökosystems zu vermeiden.

Seit September 2006 hat das BMZ eine neue Strategie für den Wassersektor. Die Strategie orientiert sich am Leitbild des integrierten Wasser­ressourcen­Managements (IWRM). Es beruht auf der Erkenntnis, dass sich Wasser­probleme oft nicht inner­halb einzelner Subsektoren lösen lassen, sondern nur durch ein integriertes Management aller Wasser­nutzungs­formen zu bewältigen sind.

Gemäß dem IWRM-Konzept sollten beim Management nicht nur die Bereit­stellungs­kosten (Betriebs- und Kapitalkosten für Förderung, Aufbereitung, Verteilung, Reinigung und anderes), sondern die vollen ökonomischen Kosten (einschließlich Opportunitätskosten) sowie die ökologischen Kosten berücksichtigt werden.

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