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Der deutsche Beitrag

Integriertes Wasserressourcen-Management (IWRM)

Die Bundesrepublik orientiert sich bei allen entwicklungspolitischen Maßnahmen im Wassersektor am international vereinbarten Leitbild des Integrierten Wasserressourcen-Managements (IWRM).

Frauen holen am Juba-Fluss in Somalia Wasser. Urheberrecht: Manoocher Deghati/IRINBei diesem Ansatz stehen die gesellschaftlichen Rahmen­bedingungen und das Ökosystem jeweils als Ganzes im Mittelpunkt. Die unter­schiedlichen Nutzungs­ansprüche sollen in einem integrierten Prozess gegeneinander abgewogen und unter Beteiligung aller Nutzer soll ein möglichst großer Konsens erreicht werden.

Das Wasserressourcen-Management berücksichtigt dabei sämtliche – oft auch überregionale und übersektorale – Nutzungs­interessen und Aktivitäten, die sich auf die Wasser­haushalte auswirken können. Bei einem Vorhaben zur Trinkwasser­versorgung kann das zum Beispiel bedeuten, auch etwaige Wasserkraft­anlagen, den Wald- und Erosions­schutz im Oberlauf eines Flusses, die Belastung von Wasser und Böden durch Abfälle oder die allgemeine Landnutzungs­planung zu berücksichtigen.

Wichtige Ziele des IWRM sind, Wasser­ressourcen nachhaltig zu nutzen, Konflikte um Wasser friedlich zu lösen, Armen bezahlbaren Zugang zu Trink­wasser zu ermöglichen und Krankheiten einzudämmen, die durch unsauberes Wasser hervor­gerufen werden.

Das Konzept kann nur durch gemeinsames Vorgehen auf nationaler und internationaler Ebene umgesetzt werden. Es umfasst Strategien, die auf der niedrigsten angemessenen Ebene ansetzen und bis zur Regierungs­politik reichen. Die Nutzerinnen und Nutzer werden immer direkt beteiligt.

Glossar des BMZ
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