Hauptinhalt
Grenzüberschreitende Kooperation

Starke Institutionen für grenzüberschreitende Flüsse im südlichen Afrika
Wasser ist ein entscheidender Faktor für die soziale und wirtschaftliche Entwicklung des südlichen Afrika. Der größte Teil der Region ist gekennzeichnet von stark schwankenden Niederschlagsmengen und periodisch wiederkehrenden Dürren. Die semi-ariden (halbtrockenen) Länder Botsuana und Namibia weisen die ungünstigsten Wasserbilanzen in Afrika auf. Da der Großteil der Wasservorkommen der Region aus den 15 grenzüberschreitenden Flussgebieten gespeist wird, verlangt eine nachhaltige Bewirtschaftung der Wasserressourcen die Kooperation aller Anliegerstaaten.
Wenn alle Anrainer eines Flussgebiets gemeinsam planen und handeln, lassen sich Projekte für die Trinkwasserversorgung, Bewässerung und Energieerzeugung optimal umsetzen. Nur so kann gewährleistet werden, dass alle Bevölkerungsteile am Nutzen solcher Projekte teilhaben. Funktionierende, gemeinsame Institutionen und auf gemeinsame Ziele ausgerichtete nationale Politiken sind wichtige Meilensteine auf dem Weg dorthin.
Die Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrikas (SADC) hat sich die Förderung der Kooperation an den grenzüberschreitenden Flüssen und Grundwassersystemen zum Ziel gesetzt. Grundlage dafür ist das 1999 von den Mitgliedsstaaten unterzeichnete "Protokoll über gemeinsame Wasserläufe". Das Protokoll fordert den Aufbau von Flussgebietsorganisationen und die Harmonisierung der Wasserpolitiken. Damit sollen die institutionellen und politisch-strategischen Voraussetzungen für eine gemeinsame Bewirtschaftung geschaffen werden. Darüber hinaus strebt die SADC eine stärker koordinierende und vermittelnde Rolle bei der Entwicklung regionaler Infrastrukturmaßnahmen an. Sie sollen für die Menschen auf beiden Seiten der Grenzen zu einer spürbaren Verbesserung ihrer Lebenssituation führen.
Das deutsche Entwicklungsvorhaben "Grenzüberschreitendes Wassermanagement in der Region der Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrikas" wird im Auftrag des BMZ von der GIZ umgesetzt. Es hat drei verschiedenen Komponenten:
-
Kapazitätsaufbau der SADC-Wasserabteilung, Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen SADC und Flussgebietsorganisationen, Entwicklung finanzierbarer Infrastrukturprojekte
-
Förderung verschiedener Flussgebietsorganisationen durch verstärkte Beteiligung verschiedener Akteure, Aufbau von Wissens- und Informationssystemen, Entwicklung klimarelevanter Anpassungsmaßnahmen
-
Stärkung der Kapazität nationaler sowie lokaler Institutionen der Wasserbewirtschaftung in Mitgliedsstaaten der SADC, Aufbau von Entwicklungspartnerschaften mit der Privatwirtschaft
Nachhaltige Nutzung durch Kapazitätsaufbau auf mehreren Ebenen
Die SADC-Wasserabteilung, die Kommissionen mehrerer Flüsse in der SADC-Region sowie entsprechende nationale Stellen werden bei der Entwicklung ihrer rechtlichen, institutionellen und organisatorischen Strukturen gefördert. Dadurch wird die Zusammenarbeit auf regionaler Ebene sowie in den grenzüberschreitenden Flussgebieten deutlich verbessert. Zudem wird die Harmonisierung der Wasserpolitiken der SADC-Staaten gezielt unterstützt. Hierfür werden Aus- und Fortbildungsveranstaltungen sowie Fachsymposien durchgeführt, die einen Austausch unter Fachkräften sowie einen Dialog mit weiteren Stakeholdern ermöglichen. Solche vertrauensbildenden Maßnahmen fördern die Kooperation zwischen den Anrainerstaaten und den Aufbau regionaler Fachexpertise.
Daneben wird auf allen Ebenen zur Verbesserung des Wirkungsmonitorings und Wissensmanagements beigetragen. Deutschland unterstützt die zuständigen Stellen dabei, Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel zu erarbeiten sowie finanzierbare Infrastrukturprojekte zu entwickeln. Auch werden Entwicklungspartnerschaften mit dem Privatsektor auf den Weg gebracht. Die Aktivitäten der unterschiedlichen in der Region aktiven Geber werden harmonisiert.
Deutscher Beitrag: 6 Millionen Euro
Geplante Laufzeit: 2011 bis 2015







