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Der deutsche Beitrag
Grenzüberschreitende Wasserkooperation
Wasser kennt keine Grenzen, ebenso wenig machen Nutzungs- und Verschmutzungsprobleme vor Landesgrenzen halt. Insgesamt leben mindestens 40 Prozent der Weltbevölkerung an grenzüberschreitenden Flussläufen, Seen oder Grundwasservorkommen. Je knapper das kostbare Gut wird, umso mehr kann es Auslöser von Krisen und Konflikten werden. Die Konkurrenz um Wasser geht besonders zu Lasten der armen Bevölkerung. Nachhaltig und gerecht können grenzüberschreitende Wasserressourcen nur bewirtschaftet werden, wenn es gelingt, über die Grenzen hinweg zu kooperieren.
Verständigung fördern
Besonders bei größeren Vorhaben an einem grenzüberschreitenden Gewässer, zum Beispiel bei groß angelegten Bewässerungsprojekten oder beim Bau von Dämmen am Flussoberlauf, ist es notwendig, dass die Wasserverfügbarkeit einzelner Anrainerstaaten nicht zu stark beeinträchtigt wird. Gemeinsame Vereinbarungen können die zwischenstaatliche Verständigung fördern.
Die Bundesregierung unterstützt deshalb den Dialog und die Kooperation der Anrainerstaaten beim grenzüberschreitenden Wasserressourcenmanagement. Institutionelle Strukturen werden aufgebaut und gestärkt, Regierungen werden bei der Harmonisierung ihrer Wasserpolitiken beraten. Im Vordergrund steht dabei, eine nachhaltige Nutzung der grenzüberschreitenden Flüsse, Seen oder Grundwassersysteme sicherzustellen. Gleichzeitig soll die Bevölkerung stärker von diesen Wasserressourcen profitieren. Mit deutscher Unterstützung werden die Mitsprachemöglichkeiten der verschiedenen Nutzergruppen bei der Planung und Gestaltung von Infrastrukturvorhaben verbessert.
Im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit hilft Deutschland außerdem bei der Finanzierung von Maßnahmen, die zur Umsetzung dieser Vorhaben notwendig sind – zum Beispiel Erosions- und Hochwasserschutz, Reduzierung von Wasserverlusten und Abwassermanagement.







