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Der deutsche Beitrag

Wasser für Ernährung

Ein Bauer im Senegal bewässert sein Gemüsebeet indem er eine große Schüssel voll Wasser auf die Pflanzen schüttet. Urheberrecht: Pierre Holtz/IRINOhne Wasser keine Ernte. Die Ernährungs­sicherung hängt entschei­dend vom verfüg­baren Süßwasser ab: Mehr als 70 Prozent des globalen Wasser­verbrauchs entfällt auf die Bewäs­serungs­land­wirt­schaft. In einigen Entwick­lungs­ländern ist der größte Teil der Bevölkerung von ihr abhängig.

Viele Länder in trockenen (ariden) und halb­trockenen (semiariden) Gebieten haben deshalb ihre Bewäs­serungs­systeme auf- und ausgebaut. Unangepas­ste Anbau- und Bewäs­serungs­techniken und ineffiziente Anlagen führen jedoch häufig zu hohen Wasser­verlusten. Etwa die Hälfte des eingesetzten Wassers versickert oder verdunstet ungenutzt.

Die Bundesregierung unterstützt die Wasser­wirtschaft in vielen Partner­ländern – gemäß den Prinzipien des integrierten Wasserressourcen-Managements (IWRM) – in einem ganz­heitlichen Ansatz. Durch ein effizienteres Management sollen die natür­lichen Ressourcen erhalten bleiben und die Lebens­bedingungen in der Region nachhaltig verbes­sert werden.

Abhängig von den jeweiligen natürlichen Bedingungen fördert Deutsch­land in seinen Partner­ländern verschiedenste Maßnahmen im Wassersektor:

  • kostengünstige und nachhaltige Wasserbereitstellung,

  • wassersparende Techniken,

  • gesundheitlich und umweltbezogen unbedenkliche Verwendung von Wasser mit schlechter Qualität (Brackwasser, behandeltes Abwasser) in der Landwirtschaft,

  • Maßnahmen zur Bewusstseinsförderung hinsichtlich des sparsamen Umgangs mit der knappen Ressource Wasser,

  • Förderung von Dienstleistungen in der Bewässerungslandwirtschaft,

  • Beratung von Wassernutzergruppen sowie

  • Erosionsschutz und die Bekämpfung der Wüstenausbreitung.

Ein Bauer und sein Sohn arbeiten an einer Wasserschleuse in Äthiopien. Urheberrecht: phalanxDie Schwerpunkte liegen dabei auf der In­stand­setzung und -haltung der vorhandenen Bewäs­serungs­infra­struktur und der Effizienz­steigerung der bestehenden Systeme sowie auf der Förderung von klein­bäuerlicher Bewäs­serung. Eine verbesserte Regen­wasser­nutzung hat Vorrang vor der Ausbreitung der Be­wässerungs­land­wirtschaft.

Zusätzlich fördert die Bundesrepublik innovative Ansätze für einen sparsamen Einsatz von Wasser, zum Beispiel durch die Aus- und Weiter­bildung des Personals von staatlichen und privaten Unternehmen sowie von Wasser­nutzer­gruppen. Außerdem beraten deutsche Expertinnen und Experten bei wasser­rechtlichen, intersektoralen und über­regionalen Frage­stellungen.

Wichtige Ziele der Bewässerungs­vorhaben sind die Erhöhung der Produktivität der Land­wirtschaft und die Verbes­serung der Einkommens­situation der Land­bevölkerung. Dabei soll der Wasser­verbrauch möglichst gleich bleiben oder zumindest nicht zu stark steigen.

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