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Der deutsche Beitrag

Multinationale Programme unterstützen

Afrikaner mit Hirsepflanze, Urheberrecht: BMZDeutschland beteiligt sich an allen wesentlichen waldrelevanten multinationalen Programmen. Rund ein Drittel der deutschen entwicklungs­politischen Mittel für den Schutz der Wälder erreicht die Partnerländer über multilaterale oder zwischenstaatliche Einrichtungen.

Ein wesentliches Element des deutschen Engagements ist die Mitgestaltung der jeweiligen Sektorpolitiken im Sinne der Grundsätze und Mindeststandards deutscher Entwicklungs­zusammenarbeit.

Eine der wichtigsten internationalen Organisationen im Waldbereich ist die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO). Unter ihrer Schirmherrschaft haben sich mehrere Geber zusammengeschlossen und die National Forest Programme Facility, ein Programm zur systematischen Unterstützung nationaler Waldprogramme, gegründet. Deutschland kooperiert in vielen Ländern direkt mit dieser Einrichtung und bringt sich in ihre konzeptionelle Arbeit ein.

Deutschland beteiligt sich zudem intensiv an der internationalen Ausgestaltung des REDD-Mechanismus (Reducing Emissions from Deforestation and Forest Degradation), vor allem über die Waldkohlenstoffpartnerschaft (Forest Carbon Partnership Facility, FCPF) und die internationale REDD+-Partnerschaft.

REDD sieht Geldleistungen für Entwicklungsländer vor, die durch Schutz und nachhaltige Nutzung von Wäldern nachgewiesene Einsparungen von Kohlenstoffemissionen erreichen und damit einen Beitrag zum weltweiten Klimaschutz leisten. Nach Expertenangaben werden in den nächsten Jahren schätzungs­weise 15 bis 20 Milliarden Euro jährlich benötigt, um die Emissionen aus Ent­waldung und Degradierung von Wald zu reduzieren.

Deutschland beteiligt sich als größter Geber mit insgesamt 54 Millionen Euro an der FCPF, einer Pilotinitiative zu REDD, die bei der Weltbank angesiedelt ist.

Auch an der Globalen Umweltfazilität (GEF) ist Deutschland als wichtiger Geber beteiligt. Das BMZ hat außerdem eine Arbeitsgruppe unterstützt, die Strategien für die Umsetzung nachhaltiger Waldwirtschaft der GEF erarbeitet hat. Die Tätigkeiten der Arbeitsgruppe haben wesentlich dazu beigetragen, dass die GEF ein neue "Förderkomponente" für nachhaltige Waldwirtschaft und REDD geschaffen hat.

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