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Umwelt

Schutz vor Naturkatastrophen

Ein pakistanischer Vater hält sein verletztes Kind auf dem Arm. Er blickt einige Tage nach dem Erdbeben in Kaschmir 2005 auf die zerstörte Stadt Balakot.

Hintergrund: Naturkatastrophen nehmen zu

Die Zahl der schweren Naturkatastrophen steigt. Laut Jahres­bericht 2011 des Instituts für Kata­stro­phen­forschung der belgischen Uni­ver­si­tät Leuven waren in den 1990er Jahren im Durch­schnitt noch weniger als 300 Natur­kata­stro­phen pro Jahr zu ver­zeich­nen. Zwischen 2000 und 2010 wurden durch­schnitt­lich 384 Natur­kata­stro­phen registriert. 2011 beo­bach­teten die Forscher welt­weit 332 als Natur­kata­stro­phen zu wer­tende Er­eig­nisse – die dadurch ver­ur­sachten wirt­schaft­lichen Schäden er­reich­ten 2011 einen histo­rischen Höchst­stand von rund 366 Milliarden US-Dollar. Weiterlesen


Internationale Vereinbarungen zum Schutz vor Naturkatastrophen

Die in­ter­na­ti­o­nale Gemeinschaft hat erkannt, dass Katastrophen nach­hal­tige Ent­wick­lung verhindern, Armut ver­schär­fen und so die Verwirklichung der Mil­len­ni­ums­ent­wick­lungs­ziele ge­fähr­den. Um den sozialen, ökologischen und wirt­schaft­lichen Folgen von extremen Natur­er­eig­nissen besser begegnen zu können, sind in den ver­gan­genen zwei Jahrzehnten zahlreiche in­ter­na­ti­o­nale Ver­ein­barungen geschlossen und entsprechende In­sti­tu­tionen eingerichtet worden. Weiterlesen


Katastrophenvorsorge – wichtiger Bestandteil deutscher Entwicklungspolitik

Naturkatastrophen wie Erdbeben, Wirbelstürme oder Überschwemmungen richten in Entwicklungsländern verheerende Schäden an. Aufgrund ihrer Kata­stro­phen­an­fällig­keit, mangelnder Vorsorge und Armut sind die Betrof­fenen den Kata­stro­phen oft hilf­los ausgeliefert und nicht in der Lage, die Folgen der Zerstö­rungen aus eigener Kraft zu über­winden. Doch die Er­fah­rungen zeigen auch, dass sich der Mensch auf ex­tre­me Natur­er­eig­nisse vor­be­rei­ten kann und muss. Die Bundes­republik hat es sich deshalb zur Auf­gabe gemacht, par­ti­zi­pa­tive Ent­wick­lungs­prozesse zu begleiten und zu fördern. Weiterlesen


Maßnahmen zur Katastrophenvorsorge

Um das Risiko von Katastrophen zu vermindern, muss auf vielen ver­schie­denen Ebenen zusammen­ge­ar­bei­tet wer­den. Grund­lage ist, das Risiko zu kennen. In Risiko­analysen werden deshalb sowohl die Wahr­schein­lich­keit von Natur­er­eig­nissen als auch die An­fäl­lig­keit der be­trof­fenen Be­völ­ke­rung er­fasst. Darauf auf­bauend werden Maß­nah­men iden­ti­fi­ziert, um das Risiko zu senken. Sie können einer­seits der Kata­stro­phen­vor­beugung, also dem mittel- bis lang­fristigem Schutz vor Natur­er­eig­nissen, und anderer­seits der Vor­be­rei­tung auf den Kata­stro­phen­fall zu­ge­rech­net wer­den. Weiterlesen


Entwicklungsfördernde strukturbildende Übergangshilfe (ESÜH)

Ist eine Katastrophe eingetreten, muss schnell geholfen werden. Ret­tungs­ein­heiten müs­sen Über­lebende aus der Ge­fah­ren­zone ber­gen und Ver­letzte medi­zi­nisch be­treuen. Der viel­schich­tige Zu­sam­men­hang zwischen Krisen und Kata­stro­phen auf der einen und Armut und nach­hal­tiger Ent­wick­lung auf der anderen Seite, er­for­dert es aller­dings, den Über­gang zwischen Sofort­hilfe und länger­fristigen Maß­nah­men der Ent­wick­lungs­zu­sam­men­arbeit fließend zu gestalten. Weiterlesen


Weiterführende Informationen zum Thema Naturkatastrophen

Hier finden Sie eine Auswahl von Links auf Dokumente und Websites mit weiterführenden Informationen zum Thema Naturkatastrophen. Weiterlesen


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Lexikon der Entwicklungspolitik

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