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Naturkatastrophen

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Katastrophenvorsorge – wichtiger Bestandteil deutscher Entwicklungspolitik
Naturkatastrophen wie Erdbeben, Wirbelstürme oder Überschwemmungen richten in Entwicklungsländern verheerende Schäden an. Aufgrund ihrer Katastrophenanfälligkeit, mangelnder Vorsorge und Armut sind die Betroffenen den Katastrophen oft hilflos ausgeliefert und meistens nicht in der Lage, die Folgen der Zerstörungen aus eigener Kraft zu überwinden.
Doch die Erfahrungen zeigen auch, dass sich der Mensch auf extreme Naturereignisse vorbereiten kann und muss. Denn oft sind es lange Zeit zuvor abgelaufene Fehlentwicklungen oder Defizite, die zur Katastrophe führen und durch eine entsprechende Katastrophenvorsorge hätten verhindert werden können.
Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit betrachtet Katastrophenvorsorge in besonders gefährdeten Ländern (Hochrisikoländer) als Voraussetzung für nachhaltige Entwicklung. Sie ist integraler Bestandteil des deutschen Engagements zur Bekämpfung der Armut. Dabei gilt auch hier, – so wie bei Krisen mit anderen Ursachen – dass verwundbare Gesellschaften aus sich selbst heraus die Kraft entwickeln müssen, Krisen zu überwinden. Die Bundesrepublik hat es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, partizipative Entwicklungsprozesse zu begleiten und zu fördern: Alle Betroffenen werden an der Planung und Umsetzung einer gemeinsamen Strategie beteiligt.
Die deutsche Unterstützung reicht von Risikoanalysen über Aus- und Fortbildung, Frühwarnung und infrastrukturelle Verbesserungen wie zum Beispiel erdbebensicheres Bauen bis hin zu Maßnahmen der Anpassung an den Klimawandel.
Auch der Klimaschutz ist ein wichtiger Bestandteil der Katastrophenvorsorge. Deutschland berät und unterstützt seine Partnerländer zum Beispiel über das Aktionsprogramm "Klima und Entwicklung", das "Klimaschutzprogramm für Entwicklungsländer" und das "Sektorvorhaben Katastrophenvorsorge in der Entwicklungszusammenarbeit". Außerdem fördert die Bundesrepublik den Einsatz erneuerbarer Energien in Entwicklungsländern.
Sektorvorhaben Katastrophenvorsorge
Im Auftrag des BMZ unterstützt das 2003 begonnene Sektorvorhaben "Katastrophenvorsorge in der Entwicklungszusammenarbeit" die Verankerung von Katastrophenvorsorge in Projekten und Programmen der Entwicklungszusammenarbeit in Hochrisikoländern. Es berät das BMZ bei der Mitgestaltung internationaler Prozesse, wie zum Beispiel im Rahmen der Global Facility for Disaster Reduction and Recovery (GFDRR), der Einbeziehung der Vorsorge in Maßnahmen des Wiederaufbaus wie zum Beispiel in Haiti sowie bei der Verknüpfung von Katastrophenvorsorge mit der Anpassung an den Klimawandel.
Unterstützung internationaler Aktivitäten
Auf internationaler Ebene unterstützt Deutschland das Sekretariat der Internationalen Strategie zur Reduzierung von Katastrophen (International Strategy for Disaster Reduction, ISDR) in Genf. Die deutsche Entwicklungspolitik bringt ihre vielfältigen Erfahrungen in die Strategieentwicklung der Vereinten Nationen ein. Auch die eng mit der Katastrophenvorsorge verbundenen UN-Konventionen, wie die Biodiversitätskonvention, die Klimarahmenkonvention und die Konvention zur Desertifikationsbekämpfung, werden von der Bundesregierung finanziell und technisch gefördert. Die konkrete Umsetzung der Konventionen wird im Rahmen der bestehenden bi- und multilateralen Entwicklungszusammenarbeit unterstützt.
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