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Großaufnahme von Löwenzahnblüten auf einer Wiese. Urheberrecht: H.-G. Oed

Umwelt schützen und Ressourcen bewahren

Wald schützen – Leben bewahren

Die Wälder der Erde dienen einem großen Teil der Menschheit als Lebens­grund­lage. Sie bieten fast alles, was wir benötigen: Lebensraum, Nahrung, Wasser, Baumaterial, Brennstoffe, Rohstoffe und Heilpflanzen. Die Wälder enthalten und bewahren die Vielfalt des Lebens. Sie bilden Sauerstoff, binden Kohlendioxid und regulieren das Weltklima. Obwohl unsere Zivilisation von den Wäldern abhängig ist, sind wir dabei, sie zu zerstören. Der Schutz der Wälder ist darum ein wichtiges Anliegen der deutschen Entwicklungs­politik. Durch die globale Bedeutung der Wälder dient dieses Engagement den Menschen in den Partnerländern ebenso wie uns in Deutschland.


Kein Leben ohne Wasser

Am Anfang des 21. Jahrhunderts fehlt etwa 1,1 Milliarden Menschen – das ist ein Sechstel der Weltbevölkerung – der Zugang zu sauberem Trinkwasser. Rund 2,6 Milliarden, davon fast 1 Milliarde Kinder, leben ohne angemessene sanitäre Basis­versorgung. Wasser­mangel und mangelnde Wasser­qualität gehören zu den Hauptursachen für den Tod von Kindern, für Armut, Krankheiten und Umwelt­zerstörung. Sauberes Wasser ist die Grundlage allen Fortschritts. Der Wasser­sektor ist darum ein Schwerpunkt­bereich der deutschen Entwicklungs­zusammenarbeit.


Boden erhalten – Existenz sichern

Der Boden ist die Grundlage für Ackerbau und Vieh­wirtschaft und damit eine der wichtigsten natürlichen Ressourcen des Menschen. Doch gutes Acker- und Weide­land wird immer knapper – vor allem in Gebieten mit relativ trockenem Klima. Die Vegetation geht zurück, der Boden wird vom Wind abgetragen, versalzt oder versandet. – Nach und nach kann so aus einer frucht­baren Landschaft Wüste werden. Deutschland engagiert sich deshalb seit vielen Jahren für die Erhaltung der Böden und die Bekämpfung der Desertifikation.


Biodiversität schützen – Überleben sichern

Die Vielfalt des Lebens auf der Erde gehört zu unseren natürlichen Existenz­grundlagen. Wir verdanken ihr nicht nur die unvorstel­lbare Fülle von Tier- und Pflanzen­arten, der uns umgibt. Auch unsere verschiedenen Nahrungs­mittel, unsere Baustoffe, unsere Energie­quellen und die unterschied­lichen natürlichen Lebens­räume auf der Welt sind ein Bestandteil der Biodiversität. Die Sicherung dieses Reichtums ist eine entscheidende Voraus­setzung für Erfolge bei der Bekämpfung der weltweiten Armut. Deutschland unterstützt seine Partner­länder deshalb beim Schutz und der nachhaltigen Nutzung der biologischen Vielfalt.


Schutz vor Naturkatastrophen

Weltweit wurden in den letzten 20 Jahren mehr als 1,5 Millionen Menschen durch Naturkata­strophen getötet; allein 2008 waren es fast 250.000. Viele Millionen Menschen leben darüber hinaus ständig mit der Bedrohung durch Natur­gefahren: Nach Angaben des Entwicklungs­programms der Vereinten Nationen (UNDP) sind jedes Jahr weltweit rund 118 Millionen Menschen einem Erdbeben­risiko ausgesetzt, 343,6 Millionen Menschen müssen damit rechnen, dass ein tropischer Wirbel­sturm ihre Heimat verwüstet. 521 Millionen Menschen leben mit der Bedrohung, dass sie von einer Flut getroffen werden und 130 Millionen Menschen mit dem Risiko einer möglichen Dürre. – Katastrophen­vorsorge wird als Thema der Entwicklungs­zusammenarbeit immer wichtiger.


Biologische Sicherheit

Mit der Anwendung gentech­nischer Methoden in der Landwirt­schaft werden große Hoffnungen für die Welt­ernährung und auch für die Entwicklung neuer Arznei­mittel verknüpft. Gleichzeitig kann die Einführung gentech­nisch veränderter Organismen weitreichende ökologische, sozio­ökonomische und sozio­kulturelle Konsequenzen haben. Bevor solche Organismen in den Verkehr gebracht werden, müssen deren Risiken abgeschätzt werden. In vielen Entwicklungs­ländern fehlen die dafür nötigen Experten und Einrichtungen. Deutschland unterstützt seine Partner­länder dabei, die biologische Sicherheit zu gewährleisten.



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