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Der deutsche Beitrag

Wälder nachhaltig bewirtschaften
Nach Angaben der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) bedecken Wälder heute noch gut 30 Prozent der Landoberfläche der Erde. Gemäß Schätzungen der Weltbank von 2010 beherbergen sie rund 80 Prozent der biologischen Vielfalt an Land und sind weltweit für etwa 1,6 Milliarden Menschen – oftmals aus den ärmsten Bevölkerungsschichten – eine wichtige Existenzgrundlage. Waldgebiete sichern laut einer Studie von WWF und Weltbank in 33 der 105 größten Städte der Erde die Versorgung mit sauberem Trinkwasser.
Trotzdem werden jedes Jahr weltweit 13 Millionen Hektar Wald durch menschliche Eingriffe zerstört. Pro Minute entspricht das einer Fläche von 35 Fußballfeldern.
Die Waldzerstörung kann verschiedene Gründe haben. Häufig steht Waldschutz in Konkurrenz mit der landwirtschaftlichen Flächennutzung, die auf kurze Sicht einträglicher erscheint. In Südamerika spielen hier die Ausbreitung der Viehhaltung und des Sojaanbaus eine Hauptrolle, in Asien die der Palmölplantagen. Der Großteil der auf diesen Flächen angebauten Produkte wird in Industriestaaten exportiert. Weitere Ursachen für Entwaldung sind illegaler Holzeinschlag, ungeklärte Landrechte – die weite Gebiete rechtlich schutzlos machen – sowie das generelle Bevölkerungswachstum und die damit einhergehende Infrastrukturentwicklung in ehemals bewaldeten Gebieten.
In 35 Ländern engagiert sich Deutschland auf verschiedenen entwicklungspolitischen Ebenen für den Schutz und die nachhaltige Nutzung von Wäldern:
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In den Partnerländern werden politische und rechtliche Rahmenbedingungen verbessert, gute Regierungsführung wird unterstützt. So werden zum Beispiel die Regierungen von Namibia, Brasilien und der Demokratischen Republik Kongo dabei beraten, wie sie wichtige Politiksektoren wie Landwirtschaft, Bergbau und Infrastruktur besser mit dem Walderhalt in Übereinstimmung bringen können. Die Teilhabe der betroffenen Bevölkerung und der Dialog zwischen wichtigen Interessensgruppen aus Staat, Industrie und Zivilgesellschaft werden dabei besonders gefördert.
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Daneben werden konkrete Konzepte zur nachhaltigen Waldwirtschaft unterstützt und finanziert. So werden zum Beispiel in Guatemala und Laos Managementkapazitäten der Partner gestärkt. In Brasilien werden staatliche Überwachungsmöglichkeiten ausgebaut und Kenntnisse zur nachhaltigen Waldbewirtschaftung verbessert. Die angemessene wirtschaftliche Bewertung von Rohstoffen und Ökosystemdienstleistungen, die der Wald bisher scheinbar kostenlos bereitstellt, spielt eine wichtige Rolle in der Zusammenarbeit mit Peru und Nicaragua.
Im Jahr 2009 hat das BMZ 80,2 Millionen Euro für Vorhaben der nachhaltigen Waldwirtschaft zugesagt.
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