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Der deutsche Beitrag

Grenzübergreifende Ansätze fördern
Die Zerstörung natürlicher Lebensräume durch menschliche Eingriffe gilt als eine Hauptursache für den Verlust von Biodiversität. Die Herausforderungen und damit auch die Lösungen, die mit dieser Thematik verbunden sind, machen nicht an den Landesgrenzen halt. Vielmehr erfordern sie grenzüberschreitende Ansätze, um Ökosysteme in ihrer Gesamtheit zu schützen und Umweltprobleme wirksam zu lösen.
Häufig erschweren jedoch Krisen und Konflikte zwischen den Staaten eine effektive länderübergreifende Kooperation. Es hat sich aber gezeigt, dass andererseits Naturschutz und nachhaltige Entwicklung wie kein anderes Thema eine Zusammenarbeit zwischen den Ländern fördern kann, indem es einen Erfahrungsaustausch ermöglicht und gegenseitige Lernprozesse unterstützt.
Im Zentrum der grenzübergreifenden Schutzmaßnahmen stehen Ökosysteme mit einer besonders hohen biologischen Vielfalt. Zu solchen Biodiversitäts-Schwerpunkten zählen Waldökosysteme, die nach Schätzungen der Weltbank von 2010 rund 80 Prozent der terrestrischen biologischen Vielfalt beherbergen.
Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit unterstützt deshalb die wichtigsten Regionalorganisationen, die für den Schutz von Tropenwäldern zuständig sind: die Organisation des Amazonaspaktes (Organização do Tratado de Cooperação Amazônica, OTCA) in Lateinamerika und die Zentralafrikanische Waldkommission (Commission des Forêts de l’Afrique Centrale, COMIFAC). Zudem werden weitere Programme zum Schutz grenzübergreifender Ökosysteme gefördert, etwa zum Management küstennaher Gebiete in der Karibik und zur Wüstenbekämpfung in Zentralasien.
Im südlichen Afrika sind seit den 1990er Jahren sogenannte "Peace Parks" entstanden – grenzüberschreitende Schutzgebiete, die die biologische und kulturelle Vielfalt bewahren und gleichzeitig Frieden und Zusammenarbeit zwischen den Ländern fördern sollen. Einer dieser Parks ist die Kavango-Zambezi Transfrontier Conservation Area, die sich über Teile von Angola, Botswana, Namibia, Sambia und Simbabwe erstreckt. Um diese Schutzzone einzurichten, wurden auf 280.000 Quadratkilometern eine Reihe bestehender Nationalparks und Wildreservate vereint.
Das BMZ hat im Jahr 2009 für die Förderung von Projekten und Programmen mit regionalem Ansatz 38,5 Millionen Euro zugesagt.







