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Stadtentwicklung

Stadtentwicklung – ein wichtiges Handlungsfeld der Entwicklungspolitik
Nachhaltige Stadtentwicklung ist ein wesentlicher Schlüssel, um die internationalen Klima- und Millenniumsentwicklungsziele (MDG) zu erreichen. Sie ist daher ein wichtiges Handlungsfeld der deutschen Entwicklungspolitik. Derzeit werden über 210 Vorhaben zur Stadtentwicklung mit einem Gesamtvolumen von rund 2,1 Milliarden Euro (Technische und Finanzielle Zusammenarbeit) in mehr als 50 Ländern durchgeführt.
Ziel der deutschen Entwicklungspolitik in der Stadtentwicklung ist es, die Lebensbedingungen der städtischen Armen nachhaltig zu verbessern, den Bürgern politische und wirtschaftliche Beteiligung zu ermöglichen, negative ökologische Folgen des städtischen Wachstums zu begrenzen sowie die natürlichen Grundlagen der Städte und ihres Umlandes zu erhalten und die Potenziale der Siedlungen, insbesondere der Städte, für die Entwicklung des Landes zu nutzen.
Die Stadt ist Lebens-, Arbeits- und Wirtschaftsraum. In den urbanen Zentren werden politische Entscheidungen und gesellschaftliche Veränderungen für die Menschen konkret sichtbar. Hier stoßen die Interessen unterschiedlichster Akteure auf engstem Raum aufeinander und müssen in Einklang gebracht werden. Die Stadtverwaltungen sind gefordert, ein friedliches Miteinander zu fördern, die soziale Grundversorgung zu gewährleisten und transparente politische und finanzielle Entscheidungen zu treffen.
"Wenn er gut geleitet wird, kann der Verstädterungsprozess Antrieb für wirtschaftliche und soziale Entwicklung sein", heißt es im Abschlussbericht zum "World Urban Forum", das im März 2010 von UN-HABITAT in Rio de Janeiro veranstaltet wurde. "Wird sie jedoch schlecht oder gar nicht gesteuert, wird Urbanisierung zu sozialer Ausgrenzung, Armut und einer größeren Spaltung der städtischen Gesellschaft führen."
Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit unterstützt ihre Partner in den Entwicklungsländern, die erheblichen Herausforderungen zu meistern, die sich aus dem rapiden Wachstum der Städte ergeben. Ziel ist, die Städte lebenswert zu gestalten, so dass sie nachhaltig vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten bieten. Die gegenwärtige Verstädterung und die mit ihr einhergehenden sozioökonomischen Veränderungen sollen nicht zu einer Hypothek, sondern einer Chance für zukünftige Generationen werden. Es gilt, allen Bürgerinnen und Bürgern gleichermaßen Zugang zu Infrastruktur, Dienstleistungen und Wohnraum zu verschaffen. Zugleich müssen der Ressourcenverbrauch gesenkt und unumkehrbare Umwelt- und Klimaschäden vermieden werden.
Das Sektorkonzept zur nachhaltigen Stadtentwicklung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sieht vor, dass vor allem die Lebens- und Arbeitsbedingungen der armen Stadtbevölkerung nachhaltig verbessert werden sollen. Es wird angestrebt, die Potenziale der urbanen Zentren für die wirtschaftliche Entwicklung des jeweiligen Landes zu nutzen und zugleich die natürlichen Ressourcen der Städte und ihres Hinterlandes zu erhalten.
Für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit ergeben sich daraus folgende Aufgabenfelder:
Informationen

Publikationen

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Perspektiven der Urbanisierung – Städte nachhaltig gestalten
(PDF 946 KB, barrierefrei) -
Entwicklungszusammenarbeit im Bereich Siedlungshygiene und Abwassermanagement
(PDF 522 KB, barrierefrei) -
The Inclusive City
Documentation of a joint networking event of BMZ and Cities Alliance at the World Urban Forum 3, 21 June 2006 in Vancouver
(PDF 2,8 MB, englisch)





