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Rohstoffe

Erdgasförderung in Hassi R'Mel, Algerien. Urheberrecht: BMZ

Internationale Initiativen

Die Frage nach den Chancen und Herausforderungen des Roh­stoff­sektors für Entwicklungsländer gewinnt auch auf inter­nationaler Ebene an Bedeutung. Die deutsche Ent­wick­lungs­zusammen­arbeit ist dazu auf globaler Ebene aktiv, im Einklang mit den Zielen der Europäischen Union und der Vereinten Nationen. Deutschland unterstützt internationale Initiativen im Roh­stoff­sektor und fördert die Herausbildung von weltweit gültigen Re­gu­lie­rungs­mechanismen. Das deutsche Engagement trägt zur Entwicklung und Umsetzung allgemein anerkannter Prinzipien und Nachhaltigkeitsstandards im extraktiven Sektor bei. Die Zusammenarbeit mit Partnern auf internationaler Ebene ist ein wichtiger Baustein, um mehr Transparenz, Rechen­schafts­pflicht und eine gute Regierungsführung im Erdöl-, Erdgas- und Bergbausektor zu fördern.

Mindeststandards und Konventionen

Die deutsche Bundesregierung unterstützt internationale Pro­zesse, welche die Entwicklung und Umsetzung anerkannter Mindest­standards in den Bereichen Umwelt-, Arbeits- und Ge­sund­heits­schutz fördern. Dazu zählen für die extraktiven In­dus­trien zum Beispiel die ILO-Kern­arbeits­normen, die Initiative für Trans­pa­renz in der Roh­stoff­wirt­schaft (EITI), die OECD-Leit­sätze für multi­nationale Unternehmen oder auch die Prinzipien der Global-Compact-Initiative der Vereinten Nationen. Ein wei­teres Instrument ist die Einführung von Zer­ti­fi­zie­rungs­mechanismen.

Auch die Unternehmen haben Initiativen zur Selbstverpflichtung ("Corporate Social Responsibility") entwickelt. Beispiele hierfür sind der International Council on Mining and Metals (ICMM) oder die Äquator-Prinzipien, mit denen sich Finanzinstitutionen zur Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards verpflichtet haben.

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Lexikon der Entwicklungspolitik
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