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Arbeitsfelder

Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit

Unterricht am Computer. (c) Photothek.net, imoProduktive Voll­beschäftigung und menschenwürdige Arbeit für junge Menschen zu verwirklichen, ist Bestandteil der Millenniumsziel­vorgabe der weltweiten Armuts­reduzie­rung. Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung zählen zu den größten Problemen in den Partnerländern der deutschen Ent­wick­lungszusammenarbeit. Jugendliche und vor allem Mädchen sind besonders stark betroffen: Nach Schätzungen der Inter­natio­nalen Arbeitsorganisation (ILO) waren Ende 2009 weltweit etwa 81 Millionen Jugendliche zwischen 15 und 24 Jahren arbeitslos.

Etwa 40 Prozent der Arbeitslosen weltweit sind Jugendliche – obwohl sie nur ein Viertel der Menschen im erwerbsfähigen Alter ausmachen. Ein wichtiger Grund für die überproportional hohe Jugendarbeitslosigkeit liegt darin, dass Jugendliche es aufgrund mangelnder Arbeitserfahrung sowie fehlender Netzwerke und Kontakte schwerer als Erwachsene haben, eine Beschäftigung zu finden.

In den kommenden Jahren wird die Zahl junger Menschen, die auf den Arbeitsmarkt drängen, massiv steigen. Jungen Menschen eine menschenwürdige Beschäftigung und damit eine Perspektive zu geben, ist ein wichtiger Beitrag zur Sicherung eines friedlichen Miteinanders in der Welt.

Durch die bilaterale Technische Zusammenarbeit werden im Jahr 2009 14 laufende Vorhaben zur beruflichen Bildung und Jugend­beschäftigungsförderung mit einem Gesamtvolumen von 107 Millionen Euro gefördert.

Neben der Förderung der beruflichen Bildung und einer gezielten Jugendpolitik ist es für die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit wichtig, dass neue produktive Arbeitsplätze entstehen. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit engagiert sich deshalb auch in folgenden Bereichen:

  • Privatwirtschaftsförderung und Finanzsystementwicklung, zum Beispiel im Rahmen von Partnerschaften zwischen Staat, Privatsektor und Zivilgesellschaft (Public Private Partnerships, PPP)

  • Stärkung von Ausbildungsinstitutionen sowie Aus- und Fortbildung von Lehr- und Managementpersonal

  • Förderung unternehmerischer sowie persönlichkeits­bezogener Fähigkeiten ("life skills") junger Menschen in Bildungs- und Ausbildungsprogrammen

  • Innovative Berufsberatung, beispielsweise die Ausbildung von Jugendlichen als Berufsberater ("peer education") sowie moderne computergestützte Berufsberatungs­systeme

  • Aufbau von Mikrokreditsystemen für Existenzgründungen

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