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Stärkung der Rechte von Frauen
Traditionelle, oft patriarchalisch geprägte Werte beeinflussen häufig die Einstellungen und Ansichten von Frauen und Männern und ihr Verhältnis zueinander. Diese Werte spiegeln sich in Gesetzen wider, die die Rechte und Ansprüche von Frauen missachten – speziell wenn es um Themen wie Ehe, Scheidung, Vergewaltigung, Gewalt und Erbschaft geht. Die Reform solcher Gesetze ist deshalb ein Arbeitsfeld der Entwicklungszusammenarbeit.
Umfragen zeigen, dass vielen Frauen sogar bei den grundlegendsten Entscheidungen das Mitspracherecht verweigert wird – zum Beispiel, wenn es um Fragen der Gesundheit geht: An Stelle der Frau entscheidet ihr Ehemann oder manchmal auch die Schwiegermutter, wann und in welcher Form medizinische Behandlung in Anspruch genommen wird. Vor allem in den afrikanischen Ländern südlich der Sahara und in Südasien haben Frauen kaum Einfluss auf solche Entscheidungen. In Burkina Faso, Nigeria und Mali berichteten nahezu 75 Prozent der Frauen, dass allein die Ehemänner über ihre medizinische Versorgung entscheiden.
Ein Schwerpunkt der deutschen Entwicklungszusammenarbeit ist, die Frauen dabei zu unterstützen, ihre Rechte kennen und anwenden zu lernen sowie ihre politische Teilhabe zu fördern. Hierfür erhalten Fraueninitiativen in vielen Ländern Zuschüsse für ihre Aufklärungs- und Lobbyarbeit.
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