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Arbeitsfelder und Instrumente

Demonstration jugendlicher Aktivistinnen. Urheberrecht: BMZ

Förderung der politischen Teilhabe von Frauen

Die gleich­berech­tigte Beteiligung aller Bevölke­rungs­gruppen an politischen Pro­zessen ist eine wesentliche Voraus­setzung und das prägende Element der Demokratie.

Doch die politische Repräsentanz von Frauen entspricht in vielen Ländern noch nicht ihrer tatsächlichen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Rolle: In den vergangenen zehn Jahren ist der Anteil von Frauen in nationalen Parlamenten zwar gewachsen, doch im Durchschnitt liegt ihr Anteil bei nur 19,2 Prozent. In Afrika südlich der Sahara und in Asien beträgt der Anteil von Frauen an den Parlamentssitzen etwa 18 Prozent, in den Arabischen Staaten sind es nur rund 11 Prozent (Stand: Oktober 2010). Wenn die Entwicklung so weitergeht, ist davon auszugehen, dass es noch etwa 40 Jahre dauern wird, bis in Entwicklungs­ländern eine Frauenquote zwischen 40 und 60 Prozent erreicht sein wird.

In Ländern, in denen durch nationale Rechtsvorschriften oder auf Parteiebene Frauenquoten geschaffen wurden, liegt der Anteil von Frauen in nationalen Parlamenten im Durchschnitt höher. In Ruanda beispielsweise, wo eine Frauenquote in der Verfassung verankert ist, besetzen Frauen insgesamt 56 Prozent der Sitze, in Argentinien rund 38 Prozent.

Versammlung auf kommunaler Ebene. Urheberrecht: GIZ GhanaMit 33 Partner­ländern hat Deutschland die Förderung von De­mo­kratie, Zivil­ge­sell­schaft und öffent­licher Ver­wal­tung als Schwer­punkt der ge­mein­samen Zu­sammen­arbeit ve­rein­bart. In die­sem Ar­beits­be­reich setzt sich Deutsch­land auch für die politische Gleich­be­rechtigung der Ge­schlechter ein.

Zur Förderung der Repräsentanz von Frauen in Parlamenten trägt auch das Internationale Institut für Demokratie und Wahl­unter­stützung (International Institute for Democracy and Electoral Assistance, IDEA) mit Sitz in Stockholm bei. Deutschland ist seit 2002 Mitglied von IDEA.

Bei der Verteilung staatlicher Ausgaben muss berücksichtigt werden, dass Frauen und Männer meist unterschiedliche Verantwortlichkeiten haben. So ist beispielsweise wichtig, dass Staaten nicht nur für bessere Zugangsbedingungen von Frauen zu Märkten sorgen, sondern auch verstärkt in zeitsparende Infrastruktur wie Transport, Wasser, Energie und Kinder­betreuung investieren.

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