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Genitalverstümmelung
Kampf gegen eine schädliche traditionelle Praktik
Weltweit sind 140 Millionen Frauen Opfer von Genitalverstümmelung, jedes Jahr kommen etwa drei Millionen Mädchen und Frauen hinzu. Das Ritual verletzt elementare Menschenrechte. Die deutsche Bundesregierung fördert ein überregionales Projekt in verschiedenen west- und ostafrikanischen Ländern mit dem Ziel, durch Aufklärung, Dialog und Unterstützung lokaler Organisationen diese Praxis zu überwinden.
Weibliche Genitalverstümmelung verletzt das Menschenrecht auf Gesundheit und das Recht auf Schutz der körperlichen Integrität. Keine Form der Verstümmelung kann wieder rückgängig gemacht werden, alle können zu schweren psychischen und körperlichen Schäden führen, im Extremfall sogar zum Tod.
Das vom BMZ geförderte Projekt soll die Bevölkerung und die Regierungen in Ägypten, Burkina Faso, Benin, Guinea, Mali, Mauretanien, Kenia und Sierra Leone über die Folgen der weiblichen Genitalverstümmelung aufklären und sie davon überzeugen, das Ritual aufzugeben.
Zielgruppe des Projekts sind sowohl die betroffenen Mädchen und Frauen, als auch alle, die Einfluss auf die Ausübung der Genitalverstümmelung nehmen können. Daneben sollen auch diejenigen erreicht werden, die die Eingriffe vornehmen.
Im Rahmen des überregionalen Vorhabens wurde zum Beispiel ein bilaterales Grundbildungsprojekt in Mali beraten. Entwickelt wurde ein pädagogischer Leitfaden, um das Thema Genitalverstümmelung im Rahmen der schulischen Erziehung in mehreren Fächern zu behandeln. Daneben wurden außerschulische Dialogforen geschaffen, um auch das familiäre Umfeld der Schüler und Schülerinnen in die öffentliche Diskussion über sensible Themen wie Genitalverstümmelung einzubeziehen.
Deutscher Beitrag für die vierte Phase des Vorhabens
(2011 bis 2014): 3 Millionen Euro
Geplante Laufzeit: 1999 bis 2014






