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Ländliche Entwicklung

Ländliche Entwicklung erfordert umfassende Reformprozesse

Ein Bauer bei der Arbeit auf dem Feld, Äthiopien. Urheberrecht: photothek.netDas große Potenzial der ländlichen Räume von Entwicklungs­ländern wurde lange Zeit nicht erkannt. Dabei könnte in vielen armen Ländern die Land­wirt­schaft als Motor einer umfassenden Entwicklung dienen. Eine Steigerung der Nahrungs­mittel­produktion kommt nicht nur der Versorgung der Land­bevölkerung zugute, sondern auch der Ernährungs­sicherheit der Stadtbewohner.

Die bloße Ertrags­steigerung der Land­wirtschaft führt nicht automatisch zu nachhaltiger Entwicklung. So hat zum Beispiel die reine Konzentration auf den Einsatz von gentechnisch verändertem Saatgut, von chemischen Dünge- und Pflanzen­schutz­mitteln und von zunehmend technisierten Anbau­methoden in vielen Regionen zu schwer­wiegenden sozialen, ökologischen und gesund­heitlichen Problemen geführt.

Es gilt daher, umfangreiche Reform­prozesse anzustoßen. Die Entwicklungs­länder tragen die Verantwortung dafür, diese Prozesse in die Wege zu leiten und umzusetzen. Dafür benötigen sie den entsprechenden politischen Willen sowie eine angemessene institutionelle, finanzielle, technische und personelle Ausstattung.

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