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Ländliche Entwicklung
Ländliche Entwicklung erfordert umfassende Reformprozesse
Das große Potenzial der ländlichen Räume von Entwicklungsländern wurde lange Zeit nicht erkannt. Dabei könnte in vielen armen Ländern die Landwirtschaft als Motor einer umfassenden Entwicklung dienen. Eine Steigerung der Nahrungsmittelproduktion kommt nicht nur der Versorgung der Landbevölkerung zugute, sondern auch der Ernährungssicherheit der Stadtbewohner.
Die bloße Ertragssteigerung der Landwirtschaft führt nicht automatisch zu nachhaltiger Entwicklung. So hat zum Beispiel die reine Konzentration auf den Einsatz von gentechnisch verändertem Saatgut, von chemischen Dünge- und Pflanzenschutzmitteln und von zunehmend technisierten Anbaumethoden in vielen Regionen zu schwerwiegenden sozialen, ökologischen und gesundheitlichen Problemen geführt.
Es gilt daher, umfangreiche Reformprozesse anzustoßen. Die Entwicklungsländer tragen die Verantwortung dafür, diese Prozesse in die Wege zu leiten und umzusetzen. Dafür benötigen sie den entsprechenden politischen Willen sowie eine angemessene institutionelle, finanzielle, technische und personelle Ausstattung.
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