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Internationale Klimapolitik

Im Blickpunkt: Klimaverhandlungen – warum sind sie so schwierig?

Mehr als 120 Regierungschefs haben mit ihrer Teilnahme am Klimagipfel in Kopenhagen den Klimaschutz auf die höchste Ebene der Weltpolitik gehoben. Trotzdem kam dort keine Einigung zustande. Woran liegt das?

Einerseits befürchten Schwellenländer wie China, Indien und Brasilien, dass konkrete Klimaziele ihr Wirtschaftswachstum begrenzen würden. Andererseits gab es in den USA bisher nicht die notwendige innenpolitische Unterstützung für verbindliche Klimaschutzziele. Die EU wiederum hat das ehrgeizige Ziel einer Emissionsminderung um 30 Prozent zwischen 1990 und 2020 formuliert, macht dies aber von einem ambitionierten und rechtlich bindenden Abkommen für alle Staaten abhängig.

Für die ärmsten Entwicklungsländer ist finanzielle Unterstützung bei der Anpassung an den Klimawandel ein zentrales Ver­handlungs­ziel. Und die pazifischen Inselstaaten wollen die Erderwärmung auf maximal 1,5 Grad Celsius begrenzen, da sie befürchten, sonst in einigen Jahrzehnten überflutet und unbewohnbar zu werden.

Was kann die Entwicklungspolitik tun?

In diesem komplizierten Interessengeflecht unterstützt die Entwicklungspolitik die Verhandlungen zweifach: Zum einen erleichtert finanzielle Unterstützung den Entwicklungsländern, eigene Klimaschutzmaßnahmen zuzusagen und diese auch international überprüfen zu lassen. Zum anderen setzen die positiven Erfahrungen mit praktischen Klimaschutzprojekten Reformdiskussionen in den Partnerländern in Gang. Der Klima­schutz erhält so nach und nach einen höheren Stellenwert in den Entwicklungsländern.

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