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Transparenz

Ein Eingangsstempel wird auf ein Dokument gedrückt. Urheberrecht: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, Bienert

Förderung von Dezentralisierung, Kommunalentwicklung und öffentlicher Verwaltung

Damit poli­tische Ent­schei­dungen im nähe­ren Kon­takt zu den Menschen ge­trof­fen wer­den und da­mit die Be­dürf­nis­se der Be­völ­ke­rung bes­ser be­rück­sich­tigt wer­den kön­nen, för­dert Deutsch­land in vielen Part­ner­län­dern der Ent­wick­lungs­zu­sam­men­arbeit die Stär­kung der re­gio­na­len und kom­mu­na­len Selbst­ver­wal­tung. Diese Re­for­men die­nen der De­zen­tra­li­sierung und da­mit der Ver­bes­se­rung der Leis­tungs­fähig­keit öf­fent­licher Ein­rich­tungen auf al­len Ebe­nen. Sie sind da­durch Schlüs­sel­fak­toren für Demokratie und gute Regierungsführung.

Dezentralisierung ist nach dem Verständnis der deutschen Ent­wick­lungs­politik die Über­tragung von politischen Ent­schei­dungs­befug­nissen, admi­nis­tra­tiven Zu­ständig­keiten und finanziel­len Res­sour­cen auf die Regionen und Kommunen eines Landes. De­zentra­lisierung dient dazu, staat­liche Dienst­leistungen zu ver­bessern, den Ein­satz öffent­licher Ressourcen trans­pa­renter, effek­tiver und bedarfs­gerechter zu gestalten und die poli­tische Betei­li­gung der Be­völ­ke­rung zu stärken.

Dezentralisierungsprozesse erfordern einen tief­greifenden Wandel des Staats­aufbaus und er­öf­fnen ge­sell­schaft­lichen Akteu­ren neue Spiel­räume. Sie führen zu einer neuen Rollen- und Auf­gaben­ver­teilung zwischen Regierungs- und Ver­waltungs­ebenen, zu neuen Beziehungen zwischen diesen Ebenen und zu einem ver­änder­ten Ver­hält­nis zwischen Bürger und Staat.

Im Rahmen der deutschen Entwicklungs­zusammenarbeit umfasst die De­zentra­lisie­rungs­beratung daher immer Politik­be­ra­tung auf allen Ebenen. Bestehende und neu ent­ste­hen­de Ver­waltungs­ein­heiten und Par­la­mente auf natio­naler, regio­naler und kom­mu­naler Ebene werden bei der Wahr­nehmung ihrer Auf­gaben unter­stützt. Sie können damit aktiv zur Kom­munal­ent­wick­lung bei­tragen.

Zu den Maßnahmen in diesem Bereich gehören unter anderem:

  • Beratung der nationalen Institutionen bei der Aus­ge­staltung, Um­setzung und An­pas­sung von Dezentralisierungsreformen

  • Fortbildung der Bediensteten von nationalen, re­gio­nalen und lo­ka­len Ver­wal­tungen sowie ge­wähl­ten Volks­ver­tre­ter­in­nen und -vertretern in den regionalen und lokalen Parlamenten

  • Reformen des Haushalts-, Finanz- und Steuer­wesens zur Steigerung der Eigen­ständig­keit und Leistungs­fähigkeit der Regionen und Kommunen

  • Klärung der Aufgabenverteilung und Schaffung ge­re­gel­ter Kommuni­kations- und Ko­opera­tions­formen zwischen allen Be­tei­ligten auf den verschiedenen Ebenen

  • Unterstützung von sektoralen Institu­tionen bei der Um­setzung von De­zen­tra­li­sierungs­reformen, zum Bei­spiel bei der Fest­legung und Um­setzung von Min­dest­stan­dards bei kommunalen Dienstleistungen

  • Einführung von Aufsichts- und Kontroll­mechanismen, um Miss­wirt­schaft und Kor­rup­tion zu ver­hindern und zu bekämpfen

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