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Good Governance

Detail: Mann in einem Flüchtlingscamp wird in eine Liste eingetragen damit er Lebensmittel vom Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen erhält. Urheberrecht: Hugh Macleod/IRIN

Gute Regierungsführung fördern –
Entwicklung voranbringen 

Hintergrund: Gute Regierungsführung – Rahmenbedingung für Entwicklung

Ende der 1980er Jahre setzte sich weltweit die Er­kennt­nis durch, dass Fort­schritt nicht nur eine Frage wirt­schaft­licher Erfolge ist, sondern dass auch "schwache" Regierungen, will­kür­liche Rechts- und Justiz­systeme, schlecht funk­tio­nierende Ver­wal­tungen und Kor­rup­tion Ent­wick­lung be­hin­dern. Die Weltbank stellte 1989 ins­be­son­dere in Afrika eine so­ge­nannte "Governance-Krise" fest. Positiv ver­wen­det wurde der Be­griff als "Good Governance" zu einem Syno­nym für entwicklungsfördernde Rahmenbedingungen.


Internationale Vereinbarungen zur Förderung von Good Governance

Die internationale Gemeinschaft hat sich in verschiedenen Verein­barungen und Be­schlüssen zu der heraus­ragenden Be­deu­tung von Good Governance als Schlüssel­faktor für die welt­weite Be­kämp­fung der Armut be­kannt. So wird in der Millenniumserklärung der Vereinten Nationen (2000) im Kapitel über "Menschen­rechte, Demo­kra­tie und gute Lenkung" die zen­tra­le Be­deu­tung von Governance, De­mo­kra­tie und Rechts­staat­lich­keit für die Ver­wirk­lichung der Millenniumsentwicklungsziele her­vor­ge­hoben. Dies wurde auch auf dem Über­prü­fungs­gipfel zu den Mil­len­niums­ent­wick­lungs­zielen im Herbst des Jahres 2010 erneut bestätigt.


Good Governance – Voraussetzung und Ziel der deutschen Entwicklungszusammenarbeit

Die Förderung von Good Governance ist einer der Schwer­punkte der neuen deutschen Ent­wick­lungs­politik und zen­tra­ler Be­stand­teil der deutschen Ent­wick­lungs­zu­sam­men­arbeit. Lei­ten­des Ober­ziel ist es, bei der Ge­stal­tung und Um­setzung ent­wick­lungs­poli­tischer Maß­nah­men die Aus­ein­ander­setzung mit Governance-Themen zu in­ten­si­vieren und Good Governance in allen Sektoren aktiv zu fördern.


Ausgewählte Arbeits­felder: Förderung von Good Gov­er­nance in der deutschen Entwicklungs­zusammenarbeit

Good Governance för­dern heißt, die Part­ner­länder bei der Schaf­fung von ver­läss­lichen Rah­men­be­dingungen für eine soziale, öko­lo­gische und markt­wirt­schaft­liche Ent­wick­lung zu unter­stützen und den ver­ant­wor­tungs­vollen Um­gang des Staates mit poli­tischer Macht und öf­fent­lichen Res­sour­cen zu fördern. Staat­liche Akteure und Ins­ti­tu­tionen sol­len be­fähigt werden, Poli­tik­in­halte armuts­orien­tiert, nach­hal­tig und an den Millenniumsentwicklungszielen aus­ge­richtet zu ge­stalten. Durch Finanzielle und Technische Zusammenarbeit unterstützt Deutsch­land seine Part­ner­länder bei der Um­setzung von entsprechenden Reformprozessen.


Dokumente und Links

Hier finden Sie eine Auswahl von Links auf Dokumente und Websites mit weiterführenden Informationen zum Thema Gute Regierungsführung.



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